So ein Eis auf dem Neckar gab es seit 50 Jahren nicht!  
   
 
 
 
 
Foto S. Meinecke
 
 
         
 
 
Wir waren am Sonntag, dem 11. Janur 2009, an der Feudenheimer - Schleuse spazieren, da im MM stand, dass dort alles eingefroren ist und die Schleuse nicht in Betrieb ist.
Das war ja nun interessant, und wir nahmen unseren Fotoapparat mit. Unsere Foto-Ausbeute schicken wir Ihnen hiermit zu. In Mannheim sind in diesen Tagen schon Eisbrecher durch den Neckar gefahren. Es ist aber alles wieder zugefroren. Heute soll der Eisbrecher die Strecke nach Heidelberg freimachen. Es ist wohl schon 50 Jahre her, als dies das letzte Mal geschehen ist. Es liegen ca 20 Schiffe fest. Ich sende ihnen einige Fotos, die wir am Sonntag gemacht haben.
(Sylvia Meinecke)

(gra/red.) Wir erinnern uns an Erzählungen aus der Feudenheimer und Mannheimer Geschichte, daß vor mehr als 200 Jahren alljährlich der Neckar zufror und eine riesige Eisbarriere entstand, die sich in gefährlichen Eisgang bei Tauwetter verwandelte, so auch besonders unheilvoll im Jahre 1784. Aus diesem Jahr wird berichtet, dass die eisige Flut tiefer liegende Teile Feudenheims und auch die Mannheimer Planken überschwemmte und großen Schaden anrichtete. Der Neckar bedrohte alljährlich im Frühjahr mit Eisgang den Ort Feudenheim, den er mit mehreren Windungen umschloß und so auch den Zugang zu den Äckern erschwerte. So wurde schon 1615/16 ein neues Bett in der Au gegraben, um den sehr langen Bogen entlang dem Hochufer am Aubuckel zu verkürzen. Allerdings wurde der Neckar erst 1790-1795 unterhalb des Fährhauses an der heutigen Neckarstraße in sein jetziges schnurgerades Bett gezwungen. Damals gab es ja den Neckarkanal noch nicht, der ab 1924 gebaut und bei Feudenheim 1927 geflutet wurde. Bevor es diesen Kanal gab, türmte sich das Eis hoch am Feudenheimer Neckarufer und versetzte die Bewohner in Furcht vor dem Tauwetter. (Quelle 'Feudenheim'/Illustrierte Geschichte eines Vorortes/Kessler)

Grabenkamp