„Brennen und Löschen“  
  Feuerwehr im Feudenheim-Gymnasium  
 
 
 
  Wie hält man ein Strahlrohr?
Foto zg
 
 
         
 
 
Welche Löschmittel gibt es? Was ist eine Fettexplosion? Wie schützen sich Feuerwehrleute im Einsatz? Wie hält man ein Strahlrohr?
Diese und viele andere Fragen beantworteten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Feudenheim den Schülern der 8. Klassen des Feudenheim-Gymnasiums.
Angeregt durch das Unterrichtsthema „Brennen und Löschen“ und die Initiative der Chemielehrerin Sabine Maier rückte die Feudenheimer Feuerwehr im Schulhof an, um den „lebendigen Unterricht“ zu unterstützen.
An verschiedenen Stationen konnten die Schüler selbst probieren, was normalerweise zu den Tätigkeiten der Feuerwehr zählt.
Im Chemielehrsaal erläuterten Kristof Kopp und Christian Rihm, beide Schüler der 13. Klasse des Feudenheim-Gymnasiums und aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Feudenheim, in einem Experimentalvortrag die Grundlagen der Verbrennung und des Löschens.
Im Schulhof wurde den Schülern die mächtige Wurfweite eines Wasserwerfers präsentiert. Hier konnte jeder Schüler einmal selbst ein Strahlrohr in die Hand nehmen und ausprobieren, welche Funktionen dieses hat.
Die persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehrleute bei verschiedenen Einsatzlagen war ein weiteres Thema. Hier ist bei Bränden neben der relativ hitzebeständigen Schutzkleidung besonders der Atemschutz wichtig.
Eine im Schulhof vorgeführte Fettexplosion führte zu großem Erstaunen. Hierbei wurde gezeigt, was passiert, wenn man nur eine kleine Menge Wasser in brennendes Fett kippt, um es zu löschen. Das Wasser verdampft nämlich schlagartig und verteilt das brennende Fett in einem „Feuerball“ in die Umgebung, so dass hier von Löschen nicht die Rede sein kann. Stattdessen begibt man sich selbst in Lebensgefahr und weitet den Brand stark aus!
Unmittelbar nach der Fettexplosion waren plötzlich Hilferufe aus dem zweiten Obergeschoß des Schulgebäudes zu hören. Hier standen zwei Personen am offenen Fenster, um sie herum drang dichter Rauch ins Freie. Schnell wurde eine dreiteilige Schiebleiter in Stellung gebracht und die „Menschenrettung“ über die Leiter erfolgreich durchgeführt.
Um diesen Nachmittag zu ermöglichen, mussten die meisten der beteiligten 17 Aktiven der Feudenheimer Feuerwehr Urlaub nehmen. Auch daran lässt sich das Engagement der ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr erkennen.

Markus Appel