Wildwest-Feeling der besonderen Art  
  Zu Besuch beim „Indian-Osagen-Club 1955“  
 
 
 
  Stolze Trapper, Erich Einberger und Markus Schlosser mit Sohn Robin
Foto Jakobi
 
 
         
 
 
Einmal im Jahr laden die Mitglieder des „Indian-Osagen-Club 1955“ in ihre kleine Westernstadt auf der Maulbeerinsel ein. Es ist eine ganz besondere Welt, in die man hier eintauchen kann und sich in eine Zeit um 1835 zurück versetzen kann. „Wir vermitteln hier keine Wildwestromantik“ erklärt Willi Plechel beim Rundgang durch das Dorf. „Wir versuchen uns in allen Dingen, angefangen von der Kleidung bis hin zu den Tipis, an original Vorlagen zu orientieren“. Das Leben der Osagen will man möglichst real nachempfinden. Dazu gehört natürlich auch, dass man nicht nur beim Tag der offenen Tür die Lebensweise des Stammes der Osagen nachempfindet. Man hat hier die Möglichkeit, jedes Wochenende so zu leben, wie es einst die Ureinwohner taten. So gibt es hier keine Cowboys und Soldaten, die sich wilde Duelle liefern, dafür aber Trapper.
Ganz besonders interessant ist die kleine Schmiede, hier kann man sehen, wie Hufeisen bearbeitet werden und Gebrauchsgegenstände für das tägliche Leben fertig gestellt werden. Es ist interessant auch einmal ein „Tipi“ von Innen zu sehen. In das große weiße Gemeinschaftszelt lädt Willi Plechl ein. Stolz zeigt er auf die große Feuerstelle in der Zeltmitte, an den Zeltwänden ist historisch genau gearbeitet Kleidung zu sehen, und auch über das Leben der Osagen geben Alltagsutensilien Auskunft.
Doch auch den heutigen Ansprüchen wird man gerne gerecht. So lohnt sich ein Besuch schon deshalb, das besonders gepflegte Gelände mal zu sehen. Da gibt es einen großen „Saloon“, und er ist genauso wie man ihn sich auch vorstellt, ein wenig dunkel und geheimnisvoll, aber doch auch einladend. Es gibt aber noch viele weitere kleine Häuser, in einem von Ihnen sind die Trapper Erich Einberger, Markus Schlosser und Robin. Nicht irgendwelche Trapper, nein nordamerikanische Trapper sind sie. Er sei ein Waldmensch, die Natur sei seine Welt, darum fühle er sich hier auch wohl und ist darum auch gerne hier im Club, erzählt uns Erich Einberger.
Stolz ist man auch, dass die Kinder, Enkel und Urenkel von Vereinsgründer Willi Linder noch immer Mitglieder im Feudenheimer „Indian-Osagen-Club“ sind, so Willi Plechel.
Westernmusik , Steaks, kühle Getränke sind an einem solchen Tag erlaubt und auch „Feuerwasser“ wird angeboten. Gäste werden herzlich begrüßt und die Freunde des „Wilden Westens“ kommen hier voll auf ihre Kosten. Für Western Fans, ob klein oder groß, waren es zwei perfekte Tage die einen Einblick in eine etwas andere Lebensweise zeigten.

obi