Jugendtreffbau verzögert sich  
  Baubeginn frühestens 2010  
 
 
 
   
  Bei der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung führte Stadtrat Ralf Eisenhauer den Vorsitz. V.l.* Birgit Steinmaßl* Jörg Ackermann, FB Städtebau, Stadtrat Ralf Eisenhauer, Bürgerdienstleiterin Patricia Munterde und Klemens Hotz, FB Kinder, Jugend und Familie.
Foto Jakobi
 
 
         
 
 
Eher schlecht besucht war die öffentliche Bezirksbeiratssitzung im evangelischen Gemeindehaus. Das lag sicher an den hochsommerlichen Temperaturen, denn die doch eher schlechten Nachrichten hinsichtlich des Wallstadter Jugendtreffs wurden ja erst an diesem Abend bekannt gegeben.
Doch zuerst die positiven Neuigkeiten. Fest steht, dass der BDKJ die Betriebsträgerschaft für den Jugendtreff übernommen hat. Die Besetzung der ¾ Stelle hatte indes etwas Schwierigkeiten mit sich geführt. Das lag nicht daran das es keine Mittel gab, die stünden seit dem 1. Mai bereit, so Klemens Hotz vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie. Eher lag es daran, dass es keine geeigneten Bewerber gab. Aber auch da hat sich in der Zwischenzeit etwas getan, und einige qualifizierte Bewerbungen liegen dem BDKJ inzwischen vor, und man könnte nun in das Bewerbungsverfahren einsteigen.
Wenn das geregelt ist, könne man daran gehen, die versprochene „mobile“ Anlaufstelle für die Wallstadter Jugendlichen einzurichten . Zeit wird es, denn „es liegen schon wieder Beschwerden vor“, so Dr. Claudia-Schöning-Kalender (SPD) „es sind Beschwerden wegen Ruhestörung und Vandalismus“ identisch seien sie wie im letzten Jahr, schnellste Umsetzung der Anlaufstelle sei nötig.

Keine baurechtliche Genehmigung für den Jugendtreff
Der Fachbereich Baurecht und Umweltschutz sehe sich zur Zeit nicht in der Lage, eine Baugenehmigung für den Jugendtreff zu erteilen. Formale Anhörungen müssen durchgeführt werden und die berechtigten Einwände der 13 Anwohner gehört werden. „Dass wir nicht wirklich Nachrichten hören, die uns jubeln lassen, war uns klar“ war der erste Kommentar der Sprecherin des SPD Bezirksbeirates, Dr. Claudia Schöning-Kalender. Kalt erwischt hatte die Nachricht auch den Sprecher des CDU Bezirksbeirates Rüdiger Löb: „Habe heute morgen vernommen, dass es Einwände von den Anwohnern gebe“. Die Einwände der Anwohner müssen angehört werden, denn es sind die Interessen der Anwohner, denen nun Rechnung getragen werden müsse. Sitzungsleiter Stadtrat Ralf Eisenhauer machte aber auch klar, dass es nicht heißen würde, dass der Jugendtreff nicht gebaut werden würde. „Der grundsätzliche Beschluss des Gemeinderats ist, dass in Wallstadt ein Jugendtreff gebaut wird“:
Doch bis dahin muss nun ein Kompromiss gefunden werden, eine Lösung, mit der beide Seiten leben können. Denn so lange es keine Einigung gibt, wird es auch keine Genehmigung geben. Löb böte auch die Unterstützung des Bezirksbeirates bei den Gesprächen mit den Anwohnern an. Tatsache ist, dass man auf dem Gelände des zukünftigen Jugendtreffs angefangen hatte, Rodungsarbeiten durch zu führen, Bäume wurden bereits auch gefällt. Und das ganze ohne die Genehmigungen vom Fachbereich Baurecht und Umweltschutz. Auch wenn hier die Mehrheit für den Bau eines Jugendtreffs ist, müssen einfach auch die Interessen der 13 Anwohner gehört werden und keine Tatsachen geschaffen werden. Mann nimmt die Einsprüche sehr ernst. „Um nicht in einen Rechtsstreit zu geraten, muss die formale Anhörung ordnungsgemäß durchgeführt werden“ erklärte Eisenhauer. Unwahrscheinlich sei ein Baubeginn 2009, realistischer ein Baubeginn 2010.

Planungen stehen
Vor dem Hintergrund der Verzögerung beim Baubeginn ergab sich natürlich auch die Frage „Wie sieht es dann mit den Kosten aus, sind die kalkulierten Kosten sicher, oder muss das auch neu ausgeschrieben werden“ wollte Janec Gumowski (SPD) wissen. Bernd Ulrich Günther von der beauftragten MWS Bauconsult GmbH konnte da schon beruhigen „Wir werden mit den Firmen reden, die sind auf „Stand by“. Ansehen konnte man auch die Pläne für den künftigen Jugendtreff.
So wird das alte Pumpwerk gesichert und saniert werden. Ein quadratischer Anbau an das Pumpwerkhaus mit cirka 200 qm Nutzfläche mit einem Zugang, der die Nutzung beider Häuser möglich macht, ist ein Konzept, das den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird. Zwei Gruppenräume, ein großer und ein kleiner, variable Trennwände, ein EDV-Bereich, Büro, Toiletten und Lager sind den Bedürfnissen der Kids angepasst. „Finde Planung recht ansprechend“: doch auch Dr. Thomas Gutschlag bat noch einmal eindringlich, dass man den Bezirksbeirat über die Rechtslage, bzw über die Ergebnisse der Anwohnergespräche informieren sollte.
obi