Wallstadt ohne Krippenplätze  
  SPD-Ortsverein lud zur Diskussionsrunde ein  
 
 
 
   
  v.l. Sigrid Haut, Thorsten Schurse, Dr. Claudia Schöning-Kalender, Stadtrat Roland Weiß und Daniela Hackmann diskutierten in Wallstadt mit interessierten Wallstadter Familien die Situation der Krippenplätze.
Foto Jakobi
 
 
         
 
 
„Wallstadt ist ein Stadtteil mit vielen jungen Familien, die Zahl der Kinder steigt hier im Gegensatz zu vielen anderen Stadtteilen in Mannheim. Entsprechend wird es immer dringlicher, das Thema Krippenplätze für Wallstadt systematisch und umfassend anzugehen“.
Kindergartenplätze und Krippenplätze sind ein Thema, das beim SPD Ortsverein immer ganz oben auf der Prioritätenliste stand. Durch die Veränderung in der Gesellschaft sind viele Mütter gezwungen, erwerbstätig zu werden. „Dass ihre Kinder in der Zeit gut versorgt sind, liegt allen Frauen am Herzen“ Dr. Claudia Schöning-Kalender war es wichtig, gemeinsam mit den Gästen, dem jugendpolitschen Sprecher der SPD Gemeinderatsfraktion, Roland Weiß, Ihrem Stellvertreter Thorsten Schurse, den Gästen von der Vogelstang, Sigrid Haut und Daniela Hackmann (SPD OV Gartenstadt) und interessierten Eltern das Thema zu diskutieren.
Mit ruhigem Gewissen dem Beruf nachzugehen ist arbeitenden Müttern und Vätern ein wichtiges Bedürfnis.
Auch in Wallstadt besteht eine große Nachfrage nach den Betreuungsplätzen für die Kleinen im Alter von null bis drei Jahren. Der SPD-Ortsverein Wallstadt hat sich dem Anliegen der betroffenen Eltern angenommen und sich auf den Weg gemacht, für Abhilfe Sorge zu tragen.
In einer Veranstaltung zur Information über Krippenplätze in Wallstadt konnte mit den anwesenden Bezirksbeiräten, SPD OV Vorsitzende Dr. Claudia Schöning-Kalender und ihr Stellvertreter Thorsten Schurse, gemeinsam mit dem jugendpolitischen Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion Roland Weiß, Notwendigkeit und Bedarf diskutiert werden. Vordringlich ist es den Vertretern von Politik und Bürgerschaft ein Anliegen, dort wo es die Eltern wollen, einen Krippenplatz zu ermöglichen. Für die Förderung der sozialen Entwicklung ist es eine gute Einrichtung, den vielmals als Einzelkind aufwachsenden Kleinen ein Umfeld Gleichaltriger anzubieten. Auch wenn es kein leichter Schritt für die Eltern ist, ihre Kinder in fremde Hände abzugeben, so ist es wichtig, qualitative und kindergerechte Krippenplatze für die betroffenen Eltern einzurichten.
Stadtrat Roland Weiß bestätigte die Einschätzung der SPD-Wallstadt, wonach im Stadtteil derzeit mit gerade zehn Plätzen ein Angebot für nur sieben Prozent aller Kinder bis drei Jahren besteht. Stadtweit liegt die Versorgungsquote bereits bei 13 Prozent. Erfreulich sei, dass in zwei weiteren Einrichtungen zusätzliche Krippenplätze geschaffen werden sollen. Doch selbst wenn beide neuen Einrichtungen mit ca. 60 Plätzen ausgestattet werden, ist die bis 2013 gesetzlich vorgegebene Platzzahl von 35 Prozent nur knapp erreicht. Der SPD-Stadtrat machte deutlich, dass die schon heute bestehende Nachfrage die Forderung der SPD-Gemeinderatsfraktion und des SPD-Ortsvereins rechtfertigt und die Einrichtung von ca. 80 Plätzen für den Stadtteil notwendig machen wird.
Rückblickend auf die zögerliche Haltung der CDU-Gemeinderatsfraktion bei der Umsetzung des Jugendtreffs mahnt Roland Weiß im Hinblick auf die bevorstehende Gemeinderatswahl an, dass nur eine klare Mehrheit im Gemeinderat die Zielsetzung einer kinder-, jugend- und familienfreundlichen Stadt garantiert.

Jakobi