Das „Land des Lächelns“ liegt in Feudenheim  
  Lallehaag begeistert mit asiatischer Leichtigkeit und kurpfälzer Humor  
 
 
 
  Die Feuerio-Singers, starker Auftritt einer starken Truppe beim jubilierenden Lallehaag....
Foto Jakobi
 
 
         
 
 
Ein besonderes Thema hatte man sich in der 11 x 11 Kampagne ausgesucht. Zu einem Streifzug durch das „Land des Lächelns“ hatte man eingeladen, und Lallehaag-Präsident Werner Barth hatte dafür auch Chinesisch gelernt. Alle Programmpunkte konnte er also perfekt ankündigen. Doch nicht nur die chinesische Sprache war allgegenwärtig. Auch die Dekoration des Foyers und das Outfit der Aktiven war dem Thema angepasst. Doch das ist man vom Lallehaag ja auch eigentlich so gewöhnt. In dieser Kampagne haben sich Dekorationsministerin Susanne Mail und ihr Team wirklich übertroffen.
Schon im Foyer war der asiatische Touch unübersehbar. Vom prächtigen Bonsai bis hin zum Chinesischen Wok, es war alles da und farbenfroh dekoriert. Farbenfroh waren auch die Schautanzkostüme der Garden. Allesamt entführten sie uns nach China. Die Jugend- und Juniorengarde begeisterte als Olympische Maskottchen. Ein großer Chinesischer Drachen stand am Anfang des Schautanzes der Offiziersgarde, erinnerte an das Neujahrsfest und brachte auch bei der Tanzdarbietung den ganzen Charme und die Leichtigkeit der asiatischen Bewegungen rüber.
Auch das Publikum in der Feudenheimer Kulturhalle belohnte die Auftritte mit donnerndem Beifall. Viel Beifall gab es natürlich auch für den Solotanz von Vicki Gutsche, für die Marschtänze der Garden und vor allem für die Kleinen „Bienen“ der Wichtelgarde. Nicht nur China ist für seine vielfältige Kultur und Geschichte berühmt, auch die Feudenheimer Fasnachter haben so einiges an fasnachtlicher Kultur und Eigengewächsen zu bieten. Und so gibt es ganz selbstverständlich auch tanzende Männer. Ob nun „Kung Fu Fighting“ oder „Back in Japan“, nicht nur die Musik auch das Outfit stimmen, und dazu die „anmutigen“ Körper und die exakte Schrittfolge, es war halt wieder einmal klasse gemacht und einstudiert und die Suleimans kamen ohne Zugabe nicht von der Bühne.
Eine Klasse für sich ist auch das Show-Team, denn hier wird hemmungslos geklaut, kopiert, parodiert und gelästert. Ob nun Udo Jürgens oder ABBA, Mireille Mathieu, Costa Cordalis oder die „Rocky Horror Picture Show“ , jeder kommt mal dran. In diesem Jahr aber war „Margit Sponheimer“ der absolute Hit. In die Rolle der Mainzer Kultfigur war Tausendsassa Norbert Pauli geschlüpft und musste gleich vier Zugaben hintereinander geben.
Auch in der Bütt hat man mit Klaus-Peter Becker ein unschlagbares Ass. Er ist der Feudenheimer Protokoller, der lobt und tadelt in der großen Weltpolitik, und auch - oder gerade, wenn es um Feudenheim geht. So schaute er gerne genauer hin „Tradition war die Helferschar stark unterlegen. Weder Bürger noch Brunnenfest hat es daher gegeben. Es fehlte an der Helfer Hände zur Besetzung diverser Stände“ und Becker wird auch da noch deutlicher „Da zu wenig Unterstützung durch die Allgemeinheit erfahren, die Tradition und Image an die Wand wurd gefahren, denn Dafür ist leider nichts dabei, und schon wars mit dem Fest vorbei“.
Doch nicht nur der Lallehaag feiert Geburtstag, auch der Große Feuerio feiert seinen 111. Geburtstag. Anlass genug mit einer besonders großen und tollen Gruppe zu gratulieren. Feuerio-Präsident Bodo Tschierschke hatte die Feuerio-Singers mitgebracht. Die musikalische Gruppe unter der Leitung von Ex- Prinz Stefan Hoock, zu der auch die Ex-Prinzen Stefan Rinklef und Roberto Troncone gehören, haben tolle Musik, starke Songs und auch ein wenig Revolutions-Feeling mitgebracht, Sie gratulieren nicht nur, sie protestieren und „Sind gegen alles“ aber gehen auch schon mal ins Detail. Klasse, dass man sich musikalisch auch schon mal an das eine oder andere heiße Eisen wagt. Tolle Truppe, die zu später Stund so richtig Stimmung macht.
Klasse Stimmung machen auch die „Mannem Ducks“, Hans-Dieter Willisch und Frank Lusiak, die nicht nur um den Wasserturm fliegen, sondern auch von der erotischen Erfüllung eines kleinen Entenlebens erzählen. Abgerundet wird das tolle Programm durch den Bauchredner Robby Dix und seinen Freund Frederick, durch die Weinkönigin „Brigttl I“ Brigitte Müller, und von der Krawallschachtel „Pit Karg“, der an diesem Abend einfach froh ist, ein Mann zu sein.
Unter den Gästen auch Vertreter der Feudenheimer Vereine, stellvertretend für alle Dr. Achim Ding vom Bürgerverein, befreundete Fasnachtsvereine, die Landtagsabgeordnete Helen Heberer, von der KKM Martin Settele, die ehemaligen Stadtprinzen Gerd (I.) Flanjak (Gemeinderatskandidat ML) und René Hermann, Hungerleiderordensträger Franco Troncone (2008), Helmut Hähn ( 1998), Christiane Forelle (1996) und von der Volksbank Alexandra Schmitt (2006). Sie alle sahen und hörten gleich zu Beginn, auch dem Motto angepasst im chinesischen Outfit, den Hungerleiderordensträger von 2004, den 1. Feudenheimer Spielmannszug. Unter der Leitung von Marc Bassauer zeigten die Spielleute ihre musikalische Vielfalt und setzten gleich zu Beginn einen musikalischen Höhepunkt.

obi
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