MSC Wallstadt einmal anders -  
  Motorsportclub besuchte das Zimmertheater auf dem Scharhof  
 
 
 
  Die Theatergruppe um Bernd Siegholt begeisterte ....
Foto Jakobi
 
 
         
 
 
'Karlsche muss unna die Haub' - so lautete der Titel des Mundart-Theaterstückes im „Scharhofer Zimmertheater“, welches der Motorsportclub Wallstadt besuchte. „Wir wollten den MSC-Mitgliedern einmal etwas anderes als die regelmäßigen Monatstreffen anbieten.“, erklärte die MSC Chefin Manuela Müller. Und so nutzte der Verein die einmalige Gelegenheit, das komplette Theater mit den 54 Sitzplätzen zu reservieren.

Mit dem Bus fuhr man gemeinsam zum Theater, welches ursprünglich ein Schulgebäude im Mannheimer Stadtteil Scharhof war. Bis Mitte der 70er Jahre wurde in dem 1902 errichteten Gebäude unterrichtet. Lange stand das Gebäude leer, war es doch mit dem Auszug der letzten Schüler ziemlich renovierungsbedürftig. In Eigenarbeit hatten Bürgerinnen und Bürger das komplette Erdgeschoss renoviert, so dass mehr als 54 Besucher in den Genuss von Mundart-Theater kommen können. Drei verschiedenen Stücke stehen in der Spielzeit 2009/2010 auf dem Plan.

Seit 2008 spielt die Theatertruppe um Bernd Siegholt 'Karlsche muss unna die Haub'. Darin spielt die Figur Karl Herbel einen wiedergenesenen Playboy, der in der Vergangenheit stets von seinen Frauen verlassen wurde. Der Enttäuschte kehrt er immer wieder zu seiner Schwester Amanda zurück, die eigentlich mit ihrem Mann Heinrich Fellhauer und der Tochter Sandra ein ruhiges und glückliches Familienleben pflegen möchten. Mehr als 30 Jahre genießt Karlchen das bequeme Leben bei seiner Schwester. Hat er doch Familie, Versorgung und ein Playboy-Abo. Was will ein Mann mehr? Aber dann kommt's knüppeldick: Amanda will endlich ein eigenes Familienleben und deshalb soll Karlchen wieder verheiratet werden. Gleichzeitig holt ihn seine Vergangenheit ein. Und wie es sich für ein solches Stück gehört, überschlagen sich die Ereignisse.

Grandios Bernd Siegholt in der Rolle des „Titelhelden“ Karl Herbel, den er in seiner ganzen amüsanten Bandbreite darstellt, aber auch Ricarda Stay , die seine Schwester Amanda richtig „entnervt“ spielt, oder der leicht „sächselnde“ Frank Burkhardt, der als Ägidius Blank begeisterte, sind eine Freude. Gemeinsam mit Natascha Burkhardt, Bernd Flüder, Gisela Michelsen, Doris Siegholt, Kim und Petra Zawadski zeigen die Laienspieler wie viel schauspielerisches Talent in dieser Truppe steckt.

Zum Abschluss des Abends trafen sich die Motorsportleute im „Kühlen Krug“, wo man mit den Schauspielern ganz ungezwungen über das Stück plaudern konnte. Ein richtiger Tipp für alle, die gerne lachen. Ein Blick auf der Internetseite des Scharhofer Zimmertheaters lohnt sich.


obi