Sport im Gespräch  
  SPD Ortsverein Mannheim-Wallstadt hatte zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen  
 
 
 
   
  Bevor man sich den Fragen zum Thema Sport widmete, zeigte Thomas Beckenbach (2. V.L.), Sigrid Haut, Stefan Rebmann, Dr. Claudia Schöning-Kalender und Thorsten Schurse was man aus dem ehemals städtischen Sportplatz gemacht hat.
Foto Jakobi
 
 
         
 
 
Zu einer Diskussionsveranstaltung rund um das Thema Sport hatte der SPD Ortsverein Mannheim-Wallstadt ins Vereinshaus der SpVgg Wallstadt, eingeladen. Eigentlich hatte man auch den Bundestagsabgeordneten Lothar Mark erwartet, doch dieser musste wegen einer namentlichen Abstimmung in Berlin kurzfristig absagen.
Begrüßen konnte SPD OV Vorsitzende Dr.Claudia Schöning-Kalender nicht nur Jochen Meißner, Vorsitzender der Deutschen Olympischen Gesellschaft Rhein-Neckar, von der DJK Wallstadt Susanne Brauch, und Thomas Beckenbach von der SpVgg Wallstadt. Sie diskutierten unter anderem mit Bezirksbeirat Thorsten Schurse, Sigrid Haut (OV Vogelstang), Evi Korta-Petry (OV Seckenheim) Stadträtin Evelyne Gottselig und Stefan Rebmann (SPD) über das Thema Sport und dessen Stellenwert in Mannheim.
Im Vordergrund stand die Frage, wie in Wallstadt ganz konkret Breitensport und Jugendarbeit gefördert werden können und man die Kooperationen zwischen Schule und Vereinen mehr und intensiver unterstützen könnte.
Komplimente gab es von Stefan Rebmann in Richtung der Wallstadter Fußballer. Aus seiner aktiven Fußballerzeit kannte er die Spielstätte und war ganz begeistert, was hier in den letzten Jahren an Geld und Arbeit investiert wurde. Klar wurde, dass viele Vereine Angst haben, dass man bei den Bemühungen Mannheims, sich als Kulturhauptstadt zu etablieren, den Sport doch etwas in Abseits drängt.
Auch die angestrebte Förderung zur Umwandlung der Schulen in Ganztagsschulen komme bestimmt nicht unbedingt den Sportvereinen zu Gute. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort solle enger sein. Schon in die Kindergärten müßte man gehen und den Kindern vergleichbar günstige und interessante Angebote machen können. Doch dazu braucht man qualifizierte Übungsleiter, man braucht die Infrastruktur, also geeignete Sporthallen. "Doch auch die Vereine müssen flexibler werden" fordert Rebmann". Ein weiterer Aspekt, dem man sich öffnen müsste wäre der sogenannte Seniorensport. Immer mehr Menschen möchten sich fit halten und vorbeugend etwas für ihren Körper machen.

Angemahnt wurde auch die Transparenz einiger Sportorganisationen. Dass der Mannheimer Sportkreis seinen Sitz in Wallstadt hat, das wissen leider nur die Vereine, die im Sportkreis Mitglied sind, und was der Sportkreis macht, ist vielen auch nicht bekannt. Tipps auch im Umgang mit Jugendlichen kann man von der Sportjugend bekommen, doch auch hier sollte man vielleicht Vereine einladen, die nicht im Sportkreis beheimatet sind.
Bemängelt wurde auch die Finanzierung von genehmigten, bzw. geförderten Maßnahmen durch die Stadt und dem zuständigen Dezernat. "Wir als Vereine müssen die Vorfinanzierung zu Maßnahmen übernehmen" und Thomas Beckenbach weiter "schließlich hat nicht jeder Verein alles so gut im Griff wie wir hier in Wallstadt". Man möchte über die Möglichkeiten von Fördermaßnahmen informiert werden, egal ob es hier den Sportkreis, die Stadt, das Land oder den Bund betrifft. "Von städtischer Seite ist der Sport nicht gerade gut besetzt", war von einem Teilnehmer der Diskussionsrunde zu hören. Man wünschte sich gerade auch bei kleineren Vereinen mehr Unterstützung und ein offeneres Ohr für die Probleme. Klar war am Ende des Abends, das es hier noch großen Handlungsbedarf gibt.
"Sport ist ein solch wichtiges Thema, die Förderung von Jugendlichen, das gemeinsame ehrenamtliche Engagement vieler, dass man hier unbedingt noch einmal zusammen kommen muss" ist Stefan Rebmann und Dr. Claudia Schöning-Kalender schnell klar geworden. Viele Anregungen und Hinweise wurden notiert und eine weitere Veranstaltung wird geplant.

Obi