Wallstädter Rathausplatz  
  Umgestaltung ein viel diskutiertes Thema  
 
 
 
 
Heute und....
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  ... Morgen?
zg
 
         
 
 
Bei der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung im evangelischen Gemeindehaus war das Thema „Rathausplatz-Umgestaltung“ erwartungsgemäß ein viel diskutierter Tagesordnungspunkt.
Von städtischer Seite waren vom Fachbereich Städtebau Birgit Steinmaßl, Klaus Ellinger und Jörg Ackermann gekommen. Das Planungsbüro Adler + Olesch wurde von Stefan Bitter vertreten. Schon 2001 wagte man sich mit einem Entwurf des Feudenheimer Architekturbüros Fritz – Hauch daran, für die Umgestaltung des Rathausplatzes bei der Stadt Mannheim einen Vorschlag einzureichen, doch das Geld fehlte. Auch 2004, als man im Rahmen der lokalen Agenda einen weiteren Versuch startet, sieht man von städtischer Seite keine Finanzierungsmöglichkeit. Erst im Jahr 2007 sieht man endlich Land, und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Sanierungsgebiet Rathausplatz Wallstadt wird in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Für die Umgestaltung wird das Land Mittel in Höhe von 270.000,-- Euro bereit stellen. Im Jahr 2008 wird es ernst, durch die förmliche Festlegung des Wallstadter Sanierungsgebietes wird in den Haushalt der Stadt Mannheim Geld eingeplant, mit einem Gesamtvolumen von 900.000,-- Euro. Die Bürger werden im gleichen Jahr zur 1. und 2. Planungswerkstatt eingeladen. Ziel ist es, die Menschen mit in die Planung einzubeziehen. Die Wallstadter wünschen sich einen Ort der Kommunikation – einen Festplatz – einen Ort mit Aufenthaltsqualität und einen Ort mit Parkplätzen. Und das ist das eigentliche Problem, die Parkplätze. Der Bezirksbeirat stimmte 2007 den Landes - Förderungsauflagen zu, dass der Platz autofrei werden muss, ansonsten gäbe es keine Fördermittel. Diese Situation lies sich der Sitzungsleiter der Bezirksbeiratssitzung in Wallstadt, Konrad Schlichter, noch einmal von Jörg Ackermann bestätigen. Ganz klar heißt das, nur mit einem auto- bzw einem parkplatzfreien Rathausplatz wird es die Landesfördergelder geben.


Ein Ort mit Aufenthaltsqualität

In die Geschichte des Stadtteils sei er eingetaucht, schon bei der Präsentation im Rahmen der 2. Planungswerkstatt , stellte Stefan Bitter (Adler + Olesch) seinen Entwurf vor. Er wollte einen Platz mit Aufenthaltsqualität schaffen, den direkten Bezug zum dörflichen Charakter Wallstadts erhalten und doch umgestalten. Aufräumen, Ordnung schaffen und den verborgenen Schatz, das historische Rathaus, mehr in den Mittelpunkt stellen und gleichzeitig die Fläche erlebbar machen. Und dann mussten selbstverständlich die Vorgaben des Landes, weg mit den Parkplätzen, beachtet werden. „Wir wollen das Ortsbild wieder erlebbar machen“ für Stefan Bitter war es wichtig, auch die Umgebung in die Planung mit einzubeziehen. Ein ebenerdiger Belag zur Straße hin, mit abnehmbaren Pollern, damit auch Müllfahrzeuge und Lieferfahrzeuge noch zum Einsatz kommen können. Vor der Häuserfront hat er eine Baumreihe mit Sitzbänken geplant. Ein offener Platz zur Mosbacherstraße hin, mit der Option, dass man hier auch weiterhin Veranstaltungen wie Maibaum und Weihnachtsmarkt und Kerwe veranstalten kann.

Ist der Plan umsetzbar?

Bei der Bezirksbeiratssitzung wurde eigentlich schnell klar, dass man eine Umgestaltung wünscht, dass man aber auf die Parkmöglichkeiten auf dem Platz nur ungerne verzichten würde. Doch die Frage, wer parkt hier eigentlich auf dem Platz?, muss geklärt werden. Sind es wirklich die Kunden der umliegenden Geschäfte, oder sind es Anwohner, Mitarbeiter und Geschäftsinhaber. Der Parkraum um den Platz ist nun einmal begrenzt Insgesamt hat man 15 Parkplätze auf dem Platz, 10 Langzeit, vier Kurzzeit und einen Behinderten Parkplatz. In der weiteren Umgebung, an der Mosbacherstraße gibt es 25 weitere Parkplätze, sechs Kurzeitparkplätze vor der Sparkasse. Weitere 23 Parkplätze gibt es beim Bonus-Markt und bei der Volksbank. Eine Senkrechtparkreihe, mit vier Kurzzeitparkplätzen könnte man ab 18 Uhr für die Bewohner freigeben. Der BDS Wallstadt hatte vorgeschlagen, vor dem Platz eine Reihe von Schrägparkplätzen zu installieren, abgegrenzt vom Rathausplatz durch bewegbare Pflanzkübel. Ein weitere Punkt war die Baumreihe entlang der Geschäfte. Man befürchtet, das die Baumreihe den Blick auf die Ladenfront verdecke. Einfach zu lösen sind die Probleme nicht. Es wird in die nächste Runde gehen, und der Plan wird nachgebessert werden müssen, denn vor allem sollte man auch die Wünsche des BDS, bzw der Wallstadter Selbständigen, nicht unter den Tisch kehren. Doch zu beachten bleibt, nur ohne Parkplätze auf dem Rathausplatz gibt es die Fördermittel, ohne die Fördermittel wird es auch kein Geld von der Stadt für diese langersehnte Maßnahme geben.

obi