135 Jahre Männerchorgesang in Wallstadt  
  Benefizkonzert der Chorgemeinschaft Germania-Liederkranz zugunsten einer neuen Orgel für die Petruskirche  
 
 
 
  Vorsitzender Peter Kurzidem begrüßte gutlaunt die Konzertbesucher
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Klingende Kostbarkeiten, Evergreens und Hits der letzten 135 Jahre hatten die Sänger der Chorgemeinschaft Germania-Liederkranz und ihr musikalischer Leiter Roland Bernhard versprochen. Und wer Roland Bernhard und seine Sänger kennt, der weiß, dass sie nichts versprechen was sie nicht halten können. Und so durften sich die Gäste, die zum Benefizkonzert in den Park der evangelischen Petruskirche, gekommen waren, auf ein richtig großes Unterhaltungskonzert freuen.

Begrüßt wurde man noch bei spätsommerlichen Temperaturen vom 1. Vorsitzenden des MGV Liederkranz, Peter Kurzidem. Er freute sich im Namen aller Sänger zu begrüßen. „Eigentlich sind sie alle ganz besondere Gäste“ so Kurzidem, doch galt es auch einige Ehrengäste zu begrüßen. Allen voran Jürgen Zink vom Kurpfälzer Sängerkreis, Heike Warlich (Redakteurin Feudenheimer Anzeiger) von der Feudenheimer Teutonia Erich Bauer, Thomas Müller vom Wallstadter Sängerkreis und als „besonderen Freund unseres Vereins“ Wilhelm Heckmann.
Begrüßen konnte Kurzidem aber auch die Stadträte Roland Weiß und Nikolas Löbel, Wallstädter Bezirksbeiräte mit ihren Sprechern Dr. Claudia Schöning-Kalender (SPD), Rüdiger Löb (CDU) und Wolfgang Dieter Flüß (FDP).
Fehlen dürfen bei einer solchen Veranstaltung aber auch die Bloomäuler, Gerold Falter und Willi Menz nicht. Unter den Gästen waren auch die Vertreter vieler Wallstadter Ortsvereine und Backsteinträger Sebastian Filser, Claus Streib, Heinrich Müller, Margarete und Heinz Lang.

Ein „Grüß Gott mit hellem Klang“ gab es dann gleich zur Begrüßung von der Chorgemeinschaft Germania-Liederkranz. Nach diesem Einstieg ins Programm übernahm Moderator Bruno Dumbeck, bestens bekannt von SWR 4 Kurpfalz Radio. Amüsant, und witzig, wie man ihn kennt, führte der beliebte Moderator durch das Programm, immer wieder wußte er Interessantes vom Komponisten, zur Musik oder zum jeweiligen Jahrhundert zu berichten. Auch Feinheiten, wie die „Naschgewohnheiten“ von Mozart, brachte er den begeisterten Konzertbesuchern gerne näher.

Im ersten Konzertteil hörte man Werke von Silcher, de la Hale, Mendelssohn-Bartholdy, Beethoven, Mozart und Schubert. Emil Hansens Lied „Heimat“ hat so ein Gänsehautfeeling und scheint den Sängern auf den Leib komponiert zu sein. Mit dem „Naschen“ der besonderen Art hatte es Mozart, der zumindest für 187 Tage Mannheimer war. Ihren ersten Auftritt hatte mit der Arie „Komm, o komm Gesell mein“ von Adam de la Hale, die Sopranistin Tanja Hamleh. Mit ihrem glockenhellen Sopran und ihrer bezaubernden Natürlichkeit begeisterte sie im weiteren Verlauf des Abends mit ihren Melodien aus Opern, Operette und Musical.

Den 2. Teil des Programms eröffnet Hamleh gleich mit der Arie des Cherubino „Sagt holde Frauen“ aus “Figaros Hochzeit“ und Puccinis „Gianni Schicchi“ und der Arie der Lauretta. Brilliert hatte die Chorgemeinschaft dann auch mit der Aufforderung „Erhebet das Glas“ aus Verdi`s „Ernani“ und dem Rheinischen Fuhrmannslied von Paul Zoll. Bestens aufeinander eingespielt waren dann die Akteure beim „Maske in Blau“ Potpourri.
Tanja Hamleh, Helmut Bajohr (Chorsolist) Dobrin Panajoty und der Chor wussten um das „Temperament“ der Julischka und träumten gemeinsam am Rio Negro vom Frühling in San Remo, während Chorsolist Helmut Bajohr warnte: „Schau einer schönen Frau nicht zu tief in die Augen“. Zuvor hatte er schon beteuert, „In dir hab ich mein Glück gefunden“. Nach einer weiteren kleinen Pause ging es dann mit Balalaikaklängen nach russischen Volksweisen aus der Feder von Otto Groll weiter.
Bestens in Szene gesetzt zeigte sich Teufelsgeiger Dobrin Panajotov gemeinsam mir dem Duo „Russische Seele“ Victor Rjabow (Balalaika) und Valentin Seibert (Knopfharmonika). Mit viel „Zigeunerblut“ und auch „Kalinka“ begeisterte der Männerchor.
Und dann kamen die Musicalmelodien. Da gab es ein Wiederhören bekannter und beliebter der Melodien aus „Westside Story“, „Cats“, der „My Fair Lady“ oder auch „Hello Dolly“, es war aber gleichzeitig ein gelungenes Zusammenspiel leichter Melodien, der Interpretation von Tanja Hamleh und der Chorgemeinschaft.
Zum Abschluss begeisterte Klaus Krämer gemeinsam mit dem Chor mit „Dona Maria“ und „So war mein Leben“. „Traditional“ wurde es dann noch einmal mit den Hits „Down by the riverside“ und „O when de Saints“. Viel Beifall und Lob gab es am Ende des Abends und noch eine kleine besondere Zugabe mit dem Lied „Goodbye ihr Leut Goodbye“.

Ein gelungener Abend mit dem versprochenen Unterhaltungskonzert ging zu Ende, und gemeinsam liess man es bei einem letzten Glas noch ganz ruhig ausklingen.

obi