Von Nachwuchssportlern, blöden Liedern und Mauerblümchen  
  Wallstadter Fasnachter begeistern mit hochkarätigem Programm  
 
 
 
  Schon die Kleinsten, die Minis begeisterten mit ihrem Biene-Maja Tanz .
Foto Jakobi
 
 
         
 
 
Die Stimmung war grandios, die Akteure klasse, und mit den Eigengewächsen konnten die Wallstadter Fasnachter die volle Punktezahl einfahren. Wäre Dieter Bohlen unter den Gästen bei der ersten Gowe-Prunksitzung gewesen, er hätte seinen Hut ziehen müssen. Es war ein Abend, der einen Programm-Höhepunkt nach dem anderen bringen sollte, präsentiert von einem glänzend aufgelegten Sitzungspräsidenten, Bernhard Kohl.
Mit viel Stolz konnte er an diesem Abend viele Akteure aus den eigenen Reihen ansagen. Mit besonderem Augenmerk verfolgte man die Auftritte der Garden, feierte man doch in dieser Kampagne „50 Jahre Gowe-Garde“- den ganzen Stolz des Vereins.
Da waren die süßen Mini´s mit ihrem Biene Maja Tanz, die Jugend Garde und die Offiziers-Garde mit ihren Märschen, Tanzmariechen Nadine Walter mit ihrem temperamentvollen Solotanz und der Schautanz der Offiziersgarde, die auf eine musikalische Zeitreise mitnahmen.
Gut bei Stimme präsentierten sich die Gowe-Singers, Jürgen Müller, Karlheinz Reisigel, Otmar Lenhardt, Rita Lenhardt, Heinz-Ulrich Wulke, Johann Ries und Rolf Bleicher.
Als wahre Arbeitstiere präsentierten sich die Männer vom Gowe-Männerballett, die an diesem Abend nicht nur kräftig in die Hände gespuckt haben; sie kamen auch ohne Zugabe nicht von der Bühne.
Parodien sind die Stärke von Barbara und Sascha Spieß. In diesem Jahr haben sie sich einem richtig „blöden Lied angenommen“ und wieder richtig ins Schwarze getroffen. Schon mit diesen Programmpunkten hatte man eigentlich alle Register gezogen und begeistert, doch zu einer Wallstadter Prunksitzung gehört die Eröffnung durch die Wallstadter Brassband. In alt bewährter Tradition, aber nicht weniger schwungvoll, begann der Abend mit bekannten Melodien, die einen nicht nur „Über den Wolken“ fast in den „Wahnsinn“ trieben und mit einem „roten Pferd“ dann „Cowboy und Indianer“ spielen ließen.
Bewährte Büttenstars wie Wolfgang Meister, der närrische Enkel Sascha Knapp als Nachwuchsbauer und Stimmungsmacher Horst Karcher, der mit Stimmungsliedern den Saal zum Kochen brachte, oder Sigrid Haut die als Schnarchgeschädigte ihr Leid klagte.
Zu den Stimmungsgaranten gehört auch Günter Dudenhöfer, als Mauerblümchen auf der Suche und darum auch bei „Bauer sucht Frau“ gelandet. Ihn wollte das Publikum nicht von der Bühne lassen. Ebenso erging es auch Werner Beidinger, als Musikprofessor einer der großen der Mannheimer Fasnachter, hatte er wieder einmal viel zu erzählen aus der Politik und von zuhause.
Tosenden Beifall ist er ja gewohnt, der King vom Tennisplatz, denn wie kein anderer kann Roger Karl Vor- und Rückhand so präzise einsetzen. Da steht auch alles im Saal auf, um die Nationalhymne zu singen und tosenden Beifall zu spenden.
Der absolute Höhepunkt des Abends aber war der Auftritt des Trommlerzugs aus Lindau – Aeschach. Mit einer Licht und Nebelshow begeisterten die Trommler und die Trommlerinnen. Da gab es kein Halten mehr, besonders beim Queen Stück „We will rock you“; alle haben mitgemacht und hätten gerne noch mehr gehört.
Begeistert waren auch die Gäste des Abends, die großen Abordnungen vom CCW mit ihrer Lieblichkeit Sabrina II. dem Mannheimer Traditionscorps und dem KV Aulaner.
In der Pause besuchte dann auch das Mannheimer Stadtprinzenpaar die Wallstadter Fasnachter und war begeistert von der guten Stimmung. „Wir sind Prinzessin“ verriet Gowe Vorstand Otmar Lenhardt dann auch noch, denn die CCW Lieblichkeit Sabrina II. tanzt in der Offiziersgarde der Gowe.
Ein besonders positives Fazit des Abends konnten nicht nur die Gowe ziehen, auch die Gäste aus Nah und Fern konnten sich über eine besonders gelungene Prunksitzung freuen, die keine Wünsche offen lies.

obi