Großbaustelle Rathausplatz –  
  Hindernisparcours für Autos und Fußgänger in Wallstadt  
 
 
 
 
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Viele wollten das sich in Punkte Rathausvorplatz etwas ändert, doch das dabei eine solche Großbaustelle, Anwohner und umliegend Geschäfte so stark behindert und einschränkt, ja damit hatte man dann doch nicht gerechnet. Für die Autofahrer bedeutet es, das man durch den Ortskern auf der Mosbacher Straße fahren kann, aber es verlangt schon fast Rallyefahrer Qualitäten ab. Mann muss viele Hindernisse umkreisen und wie der Teufel auf Fußgänger aufpassen. Einzig eine Ampelanlage in Höhe vom Obst- und Spargelhof Bossert bzw. dem Bonus-Markt sorgt für ein wenig Sicherheit bei der Überquerung der Mosbacher Straße. Ansonsten müssen gerade Fußgänger hier besonders aufpassen. Für Senioren mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen oder Radfahrer, ist diese Strecke momentan dann doch eher nicht unbedingt gut zu passieren.
Was man sich hier gewünscht hätte, wäre ein Zeitplan, der über Medien oder per Flyer, an die Haushalte, die Anwohner verteilt, auf diese Großbaustelle vorgewarnt hätte. Am Freitag Nachmittag sind die Arbeiten zwar nicht mehr im Gange und man kann sich hier vom Lärm und Schmutz etwas erholen, aber man muss auch in einigen Geschäften den Staub und Schmutz entfernen.
Frau Friedrich von der Rats-Apotheke, kann eigentlich erst jetzt wieder richtig Arbeiten. „Unsere Präzisionswagen haben durch die andauernden Erschütterungen nicht richtig funktioniert“. Viele Kunden hatten Probleme zum Eingang der Apotheke zu gelangen, für viele sei es ein richtiges Spießroutenlaufen gewesen. Besonders lustig fand sie, dass man vor ca. drei Wochen noch den Gehweg vorm Geschäft ausgebessert habe, jetzt ist dieser weg, „Diese Aktion war doch total schwachsinnig“.
„Der eine Parkplatz ist noch nicht ganz fertig, den anderen Parkplatz gibt es schon nicht mehr“. Frau Schollmeier schüttelt den Kopf, für viele sei diese Situation doch eine große Zumutung, „und Gefährlich, gerade für Kinder und Senioren“.
Christa Schertel versucht einzukaufen, hat das Rad dabei und schaut nach einmn sicheren Weg zu ihrem nächsten Einkaufsziel. „Das ist schon allerhand“. In solchen Zeiten muss man erfinderisch sein, damit man sieht, dass die Geschäfte nicht geschlossen sind.
So hat Stephanie Pirruccio von „Traudel macht Haare“ große Buchstaben aufs Schaufensterglas geklebt darauf kann man lesen „Geöffnet“ ein Hinweis für den so mancher Kunde dankbar ist. Doch hätte man sich von der Stadt Infos gewünscht, besonders über den Verlauf der Straße während der Umbauzeit.
Humorvoll nehmen es da die Damen vom Reisebüro Brandl „Hurra wir leben noch“ Nicole Reisdorf und ihre Kollegin freuen sich, das man jetzt am späten Freitagmittag zumindest die Ladentüre öffnen kann und so den Frühling einlassen kann.
Auch Klaus Krämer nimmt das Ganze mit Humor “Da müssen wir jetzt durch“ ihm war klar das die ganze Aktion der Umgestaltung nicht Geräusch- und Schmutzfrei über die Bühne geht. Klar hat auch das alteingesessene Textilgeschäft gerade in den letzten Tagen weniger Kundschaft verzeichnet, aber das bringe eine solche Großbaustelle halt mit sich.
Auch der Umgang mit dem alten Bodenbelag, den schon fast historischen Quater entsetz ein wenig. In anderen Städten und Gemeinden wird für einen solchen Steinbelag viel Geld bezahlt, bei uns hier werden die Steine achtlos gelagert und jeder kann sich anscheinend bedienen, da sie von der Baufirma ja doch entsorgt werden. Schade, hätte man da nicht auch eine andere Verwendung gefunden. Vielleicht für einen guten Zweck verkaufen oder anderswo wieder verwenden!

Drei Wochen in Verzug.

Laut Auskunft von Birgit Steinmaßl, zuständige von der städtischen Seite für das Sanierungsgebiet in Wallstadt, ist man mit den Arbeiten cirka drei Wochen in Verzug. Unter anderem sollten Erd- und Entwässerungsarbeiten, Oberflächen-Herstellung von Gehwegen, Oberflächen-Herstellung der Straßen (Asphalt-Belag) bis Mitte/Ende Mai im Bereich Mosbacherstraße „Süd“ fertig sein, dann beginnen diese Arbeiten in der Mosbacherstraße “Nord“.
Nicht glücklich mit der gesamten Situation ist auch der Wallstadter BdS. Thomas Bossert, 2. Vorsitzender und selbst Betroffener der Situation, als Geschäftsmann und Anwohner, beklagt wie viele „Da wird nicht an Kunden und an Geschäfte gedacht. Bossert spricht auch die Behinderung durch die Autofahrer an, denn mangels ausreichender Beschilderung durch die Baufirma wird da im Zickzackkurs gefahren. „Keiner kennt den genauen Straßenverlauf“.
Gewünscht hätte man sich auch von BdS-Seite mehr Information über den Umfang und den Zeitplan der gesamten Baumaßnahme, denn jetzt ist die Straße aufgerissen und das Chaos groß. Es wäre von Vorteil gewesen, wenn man den Geschäften hätte sagen können, das ihre Geschäfte zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht oder schwer zugänglich sein würden.
Eine etwas „sanftere“ Sanierung ja das wäre es gewesen, vielleicht hätte man ja doch auf den einen oder anderen Fachmann vor Ort hören sollen.

Obi