Das Klangerlebnis in der Christ-König Kirche  
  Von „Afrika to America“ mit The Celebration Gospel Choir  
 
 
 
   
  Mit Chorleiterin Anne Westrich begeisterte „The Celebration Gospel Choir“ beim Benefiz-Konzert in Wallstadt
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Standing Ovations gab es am Ende dieses außergewöhnlichen Konzerts am Ende zu Recht. Mit ihrer gewohnt einfühlsamen Musikalität hat es Chorleiterin Anne Westrich wieder geschafft ,den Chor zu Höchstleistungen zu führen. Gemeinsam mit Joe Völker, der die Stücke für die speziellen Bedürfnisse des Celebration Gospel Choir arrangierte, und der Percussionistin Cristiane Gavazzoni, die den Chor mit vielfältigen Rhythmen und Trommel-Grooves in afrikanischer Tradition verstärkte, wurde das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis

Mit dem neuen Programm von „Africa to America“ zeigt der Celebration Gospel Choir die Vielfalt traditioneller und aktueller Gospelmusik. Ohne dabei auf die ursprüngliche Form des Musizierens, den A-Cappella-Gesang, zu verzichten, er wird in seiner ganzen Schwerelosigkeit eingebaut und wird vom „Männersextett“ perfekt rübergebracht. „Africa to America“ führt uns von den Trommelklängen des afrikanischen Dschungels zu den Baumwollfeldern der amerikanischen Südstaaten. Man spürt sie schon fast körperlich, die Musik der Baumwollpflanzer, die „Black Music“. Diese Worksongs halfen den Sklaven, ihre schwere Arbeit in sengender Hitze zu bewältigen.

Traditionelle Spirituals beschworen schon vor über hundert Jahren die Hoffnung auf Freiheit und ein besseres Leben. Bis heute werden neue Gospelsongs komponiert — und das nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa. Kraftvolle Lobpreis-Lieder danken für Wohlergehen und Glück. Die facettenreiche Musik in „Africa to America“ erlaubt es dem Chor, all seine gestalterischen und klanglichen Register zu ziehen, die durch die Stimmen der herausragenden choreigenen Solisten gekrönt werden.

Längst sind Sascha Ullrich, Eva Best, Simona Stöckler, Claudia Maier, Manfred Maier und Bianca Maier keine unbekannten Solisten mehr. Mit ihren einfühlsamen Stimmen, mit ihrem Temperament liefern sie sich gemeinsam mit dem Chor richtig schöne „Duelle“. Es ist eine Freude, da mitten drin im Publikum zu sitzen und mit zu grooven. Gerne kommt man der Aufforderung von Chorleiterin Anne Westrich beim Song „Lilly in the valley“ zum Mitmachen nach. Eingeteilt in zwei Gruppen , singt die eine Hälfte „Gustav“ und die andere „Finanzamt“, während der Chor den Refrain singt.

Eine klasse Stimmung kommt auf, die auch nach der Pause und bis zum Schluss anhält. Auch die Zugabe ist etwas ganz besonderes, denn man singt fünf Strophen von „Oh came all ye faithful“ in lateinisch, französisch, deutsch, isländisch und englisch. Mal ganz traditionell, mal etwas rockig, verjazzt und auch vergospelt, jede Strophe ein besonderes Erlebnis, das spüren auch die Gäste. Zum Song „Hambo Cashle“ zieht der Chor von der Bühne und verabschiedet sich von seinem Publikum, das nun ebenfalls auszieht um draußen vor der wunderbar dekorierten Kirche noch Glühwein und Waffeln zu sich nimmt und sich über dieses grandiose Konzert unterhält.

Dieses Konzert fand als Benefizkonzert zugunsten der Katholischen Kirchengemeinde statt, je Eintrittskarte floss € 1,50 in den Topf der Kirchengemeinde.

obi