Rathaus Wallstadt  
  Wann öffnet der Bürgerdienst wieder seine Pforten?  
 
 
 
  Erster Bürgermeister Christian Specht hatte zu einer Rathaus-Begehung eingeladen.
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Nach fast einem Jahr Umbau durften auf Einladung des Ersten Bürgermeisters Christian Specht nun Bernd Rothacker, Traudel Ringer (IWV), Manuela und Thomas Müller (Kultur im Rathaus) und Hartmut Walz (BDS) gemeinsam mit Patricia Munterde und der zuständigen Bauleiterin vom Fachbereich 25, Tatjana Schulze, die „Großbaustelle“ Rathaus besuchen.

Auf der Rückseite des Rathauses wurde ein Fahrstuhl eingebaut, eine weitere Tür im hinteren Bereich garantiert den problemlosen Zugang auch für Eltern mit Ihrem Kinderwagen. „Barrierefrei“ ist hier das Zauberwort. Nach der Verlegung des Bürgerdienstes in das Erdgeschoss ist ein solcher barrierefreie Zugang für gehbehinderte Menschen oder auch junge Familien erst möglich geworden. Auch eine neue, behindertengerechte Toilette wird im Erdgeschoss eingebaut.

Noch sieht alles wie in einem Rohbau aus. Doch man kann schon die Einteilung sehen. Neue Stufen führen im Treppenhaus in den ersten Stock. Schade ist, dass man den vorhandenen Handlauf nicht geschützt hat, auch wenn man darauf aufmerksam gemacht wurde, hat sich von städtischer Seite hier niemand darum gekümmert. Offen, hell und freundlich wird der erste Stock werden. Hier oben wird neben dem Trausaal, nur durch eine Trennwand abgeteilt, der neue „Raum der Begegnung“ entstehen.

Durch diese flexible Wandtrennung kann man hier auch mal zu größeren Events einladen. Auch ein neuer Vereinsraum, mit einem großzügigen Türdurchbruch mit dem Trausaal verbunden, ist entstanden. Alle drei Räume können dank einer gut durchdachten Planung auch als ein Raum genutzt werden. Eine kleine, aber komplett ausgestattete Küche rundet das obere Stockwerk ab.

Auch der „Speicher“ wurde besichtigt. Der Dachstuhl wurde verstärkt, das Dach neu eingedeckt, alles nach Vorgaben des Denkmalschutzes. Die Energiebilanz des historischen Gebäudes wird durch neue Isolierglasfenster und eine Dämmung der Decke zum Dachgeschoss verbessert. Gleichzeitig wurden alle Leitungen erneuert und eine moderne Heizanlage eingebaut. „Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass wir in den kommenden Jahren viel CO2 einsparen und auch deutlich weniger Geld für Heizung ausgeben müssen“, freut sich Kämmerer Specht.

„Wir haben wenig historische Bausubstanzen, und wenn dann ein Gebäude wie das Rathaus an solch prominenter Stelle steht, dann soll es belebt werden.“ Wichtig ist Specht dass das Gebäude nach der Fertigstellung wieder von den Bürgern und den Vereinen angenommen wird. Ende Januar werden die Bürgerdienste wieder ins Rathaus einziehen, die oberen Räume werden etwa später bezogen werden.

Für die Sanierung des Rathauses Wallstadt waren insgesamt 1,2 Millionen Euro vorgesehen: Davon stammen 610.000 Euro aus dem Zukunfts-Investitionsprogramm des Landes Baden-Württemberg, die restlichen 590.000 Euro hat der Gemeinderat zur Verfügung gestellt. Nach heutigem Stand werden alle geplanten Maßnahmen in diesem Kostenrahmen bleiben.

Die Einweihung des Rathauses und des Rathausplatzes soll mit einem richtig großen Fest gefeiert werden, verspricht Erster Bürgermeister Specht, der sich noch einmal bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Geduld bedankt, denn für viele bedeutete die Schließung des Bürgerdienstes, dass man nach Feudenheim, Käfertal oder in die Vogelstang ausweichen mußte. Doch diese Zeiten sind nun hoffentlich bald vorbei, und man darf sich auf die neuen Räume freuen.

obi