In zwangloser Runde politische Themen erörtert -  
  SPD OV-Wallstadt punktete beim politischen Frühschoppen  
 
 
 
   
  Im Wallstadter Rathaus stellte sich Ralf Eisenhauer, hier mit Dr. Claudia Schöning Kalender, auch kritischen Fragen
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

In diesem Jahr hatte die Wallstadter SPD auf ein Herbstfest verzichtet, dafür hatte man zu einem Politischen Frühschoppen ins Wallstadter Rathaus eingeladen. Ortsvereinsvorsitzende, Dr. Claudia Schöning-Kalender freute sich, zu neuem Wein und leckerem Zwiebelkuchen Interessierte aus den eigenen Reihen, aber auch Wallstadterinnen und Wallstadter begrüßen zu können. Als Gast begrüßte Dr. Schöning-Kalender den frisch gebackenen Vorsitzenden der SPD-Gemeinderatsfraktion und Stadtrat, Ralf Eisenhauer.

In zwangloser Runde sollten an diesem Morgen politische Themen genauer beleuchtet werden. Nach einer kurzen Begrüßung bat Ralf Eisenhauer darum, dass man doch damit beginne, dass direkt Fragen an ihn gestellt werden und man so auch gleich in eine offene Diskussion einsteigen könne. Gesagt getan, denn es gibt da so einiges, was auf des Bürgers Seele lastet. Speziell die Themen die sich um die Haushaltsberatungen drehen.

Auch das Thema Konversion und dem damit verbundenen Aufruf zur Bürger-Beteiligung wurde von Eisenhauer angesprochen, denn man richte sich hier ja auch an Stadtteile und deren Bewohner, die nicht unmittelbar davon betroffen sind. Überhaupt das Thema Bürgerbeteiligung, oder die Stadtverwaltung und der Gemeinderat und deren Stellenwert in der Zukunft kam zur Sprache. Die Frage, was kann die Politik, was kann das System tun, um das Interesse der Mannheimerinnen und Mannheimer auch an Bürgerbeteiligungen sicher zu stellen. „Ich bin zwar Fraktionsvorsitzender der größten Fraktion im Gemeinderat, doch was ist meine Legitimation“, etwas provozierend begann Eisenhauer dann auch gleich „Es ist nicht alleine die Tatsache, dass ich es bei der Gemeinderatswahl auf Platz 5 geschafft habe“ Für ihn sei es das Hinterfragen und auch die Bereitschaft, immer wieder aufs Neue in einen Diskurs zu gehen. Eine der ersten Veranstaltungen mit Bürgerbeteiligung wurde in Wallstadt gestartet.

Die Rathausumgestaltung sorgte hier vor Ort für sehr viel Gesprächsstoff. Besonders die Parkplatzsituation war ein sehr heikles Thema. „Doch das ist hier sehr gut gelöst worden“ und Eisenhauer verrät auch „Viele andere Stadtteile schauen schon ein bisschen neidisch auf Wallstadt, wie attraktiv die Ortsmitte umgestaltet wurde. Angesprochen wurde auch der künftige Standort des Jugendtreffs. „Da gibt es zwei Standorte, die in der engeren Wahl sind“ und es sei ja nur noch eine Frage der Zeit, bis man die genaue Prüfung der Möglichkeiten abgeschlossen hätte.

Für Diskussionsstoff sorgte auch das Thema „Fünfter Bürgermeister“. Ralf Eisenhauer steht dazu „Auch wenn sich unser OB mit Händen und Füßen dagegen gestellt hat, gebe ich gerne zu, dass ich dafür eingetreten bin und für eine zusätzliches Dezernat stehe“, denn gerade in letzter Zeit war deutlich erkennbar, dass man noch einen Dezernenten brauche, einfach einen weiteren Ansprechpartner. OB Peter Kurz hätte zwar gerne auf einen weiteren Bürgermeister verzichtet, doch gerade für die Themenbereiche Schule und Bildung werden kompetente Menschen gebraucht.

Beim Thema Krippenplätze sagte Eisenhauer „Da ist die Verwaltung gefragt“, denn es sei ein Konzept auf den Weg gebracht worden, das langfristig zum Tragen komme und konsequent umgesetzt werden müsse. Gerade auch in Wallstadt sei ein großer Bedarf an Hortplätzen, an Kinderbetreuung allgemein. Neue Modelle sind hier gefragt, damit auch in Zukunft qualifizierte Erzieher und Betreuer vor Ort sind. Nicht nur in Wallstadt sei dies ein großes und wichtiges Thema. Neue Modelle der Diakonie seien gefragt, Innovationen, Kreativität besonders bei der Betreuung von Kindern. Zum Thema Konversion sagte Eisenhauer „Auch wenn es hier keine Kasernen direkt am Ort gäbe, wäre das Thema Konversion auch in Wallstadt von gewissem Interesse. Da die Gelände dem Bund gehörten, gäbe es verschieden Modelle, die es zu entwickeln gelte. „Das Gelände gehört uns einfach nicht , wir können zwar sagen, wir hätten es gerne und bitten OB Kurz hier einen gewissen Druck auf den Bund auszuüben, doch was rauskommt, kann man noch nicht so genau sagen“.

Eigentlich gäbe es in vielen Bereichen noch viel zu tun, dazu gehöre auch, dass man es noch nicht geschafft habe, einen Stadtrat mit Migrationshintergrund im Gemeinderat zu etablieren. Das wäre besonders auch auf Grund der Mannheimer Geschichte schade, denn im 17. Jahrhundert hatte man noch Menschen aufgefordert, nach Mannheim zu kommen und sich hier nieder zu lassen.

Für den SPD – Fraktionsvorsitzenden und Stadtrat Ralf Eisenhauer vergingen die zwei Stunden wie im Flug, gerne nahm er die Anregungen auf, notierte sich viel und versprach, wieder nach Wallstadt zu kommen, um von seiner Arbeit zu berichten.

OBI