„Walltown-Festival“ von Jugendlichen für Jugendliche organisiert  
  Musikalischer Mix begeisterte Jugendliche  
 
 
 
   
  Sie waren der Eisbrecher des Abends „How to sit“
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Jugendliche haben viele gute Ideen. Doch häufig fehlen Chancen, sie auch in die Tat umzusetzen. Mit dem Programm Think Big können Jugendliche ihre Ideen verwirklichen und dabei auch anderen ihr Potential zeigen. Die jungen Projektmacher setzen eigenverantwortlich und ehrenamtlich kleine Initiativen um, die möglichst vielen zu Gute kommen. Ein absolut gelungenes Beispiel für die Umsetzung eines zugegeben doch gewagten Konzepts war das „Walltown-Festival“ in Wallstadt.

Für die Veranstaltung hatte man ein Budget von 400 Euro. Eigentlich nicht die Welt, wenn man bedenkt, dass hier alles mit abgegolten werden musste. Von der Tontechnik bis hin zur Saalmiete, alles musste natürlich auch organisiert werden. Bands wurden angesprochen und eingeladen, hier mit zu machen. Klar, dass nicht alles auf Anhieb geklappt hat, doch Denis Körmöczi, Jonas Wagner, Sina Kling und Monika Störk ließen sich aber nicht so schnell entmutigen. Und so war es dann am Ende das Ergebnis, das zählt, und auf das man nun wirklich stolz sein konnte.

Angefangen hatte der Tag schon mit dem Aufbau, tatkräftig unterstützt von Pierre und Daniel, die alles fotografierten, und dem Förderverein Jugendtreff Wallstadt. Der Saal im katholischen Gemeindezentrum musste hergerichtet werden, die Getränke, natürlich alkoholfrei, mussten noch gekühlt werden und auch die Kuchentheke wurde hergerichtet. Alles in allem galt es, bis zum Soundcheck fertig zu sein. Für die Technik fand man Unterstützung bei Steffen Langlotz, der mit seiner Band „Cooking out of order“ auch selbst noch auftrat.

Den Anfang aber machten „How to Sit“, ein gelungener Punkmetal-Sound erfüllte das Katholische Gemeindezentrum mit Leben. Und es sollte noch heiß her gehen, denn es folgten Auftritte von „The Broachers“, mit dabei auch „Mr. Snoid“ , dann kam der erste Rapper mit Young J. Wie man tanzt zeigten Michael und Adrian, und dann ging es schon weiter mit „Pilsin Forest“, gefolgt von „Cooking out of Order“. Zum Abschluß waren dann noch mal die Rapper dran , zuerst mit „DaDolt &JanG“ und zum Abschluss „Necro & the Quest“.

Begeistert war nicht nur das Team vom „Förderverein Jugendtreff“, das hier mithalfe, begeistert war auch Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen, sie fand die Veranstaltung und das Engagement toll. „Jugendliche in Wallstadt veranstalten einen Abend mit vielen verschiedenen Bands. Ein richtiges Erlebnis. Sie haben damit gezeigt, was sie alles auf die Beine stellen können“. Klasse sei es gewesen, das fand aber auch Nadine Schantz, zuständig für die offene Jugendarbeit. So manches Mal musste sie trösten, wenn etwas nicht auf Anhieb geklappt hat. „Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, das ist wirklich genial“.

Begeistert von der Umsetzung der Idee war Anna Müller, vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie- Jugendamt und Jugendhaus Waldpforte. Als Ansprechpartnerin des Projekt „Think Big“ war sie an diesem Abend auch mit dabei. Und machte auf dieses gemeinsame Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Telefónica Germany aufmerksam, das Jugendlichen die Möglichkeit gibt, etwas Besonderes zu verwirklichen. Etwas ganz besonderes war der Abend durch die Tatsache, dass man einen ungewöhnlichen Musik-Mix hören konnte und viele Jugendliche gekommen waren. Es war ein Festival, das den Geschmack der Jugendlichen getroffen hatte.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Jugendhaus Waldpforte und der BAZ – Stadtteilzeitung - Badischer Anzeigen Verlags GmbH.

obi