Verabschiedung von Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer  
  Von der „Ruhrpottpflanze“ mit Kurpfälzer Direktheit zur Ministerin in Stuttgart  
 
 
 
  Als Bürgermeistern wurde Gabriele Warminski- Leitheußer mit einer Feierstunde von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz verabschiedet.
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Viele waren gekommen, um sich auch ganz persönlich von Gabriele Warminski-Leitheußer zu verabschieden. Nicht nur Vertreter aus der Politik, wie ihre Bürgermeister-Kollegen Lothar Quast und Michael Grötsch, waren gekommen, auch Landtagsabgeordneter Wolfgang Raufelder und die ehemaligen Dezernenten Dr. Norbert Egger und Manfred David, Vertreter aus dem Sport wie Sportkreisvorsitzender Michael Scheidel, Vertreter der Mannheimer Schulen, Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche und viele Mannheimerinnen und Mannheimer wollten einfach nur „Tschüss“ sagen.

„Sie können auf eine bemerkenswerte Bilanz Ihrer drei Jahre in Mannheim zurückblicken, für die ich mich, auch im Namen der Bürgermeister-Kollegen und des Gemeinderats, bedanke“, resümmierte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und verwies unter anderem auf 410 Krippenplätze und 180 Plätze in Kindertagesstätten, die in ihrer Zeit als Bürgermeisterin neu geschaffen wurden. In ihrer Amtszeit sei auch die Umstellung von 20 Hauptschulen auf zwölf Werkrealschulen erfolgt, das beitragsfreie dritte Kindergartenjahr eingeführt und – bereits vor einer bundesweiten Regelung – das Ein-Euro-Mittagessen für finanziell benachteiligte Kinder angeboten worden.

Mit erfolgreichen Projekten wie ‚Mannheimer Unterstützungssystem Schule‘ oder ‚Ein Quadratkilometer Bildung‘ habe die Bildungspolitik der Quadratestadt bundesweite Aufmerksamkeit erzielt. Grußworte sprachen auch die Vorsitzende des Gesamtpersonalrats, Gitta Süß-Slania und die Leiterin der Justus-von-Liebig-Schule, Elsbeth Ruiner.“Sie haben der Mannheimer Schulpolitk gut getan“. Elsbeth Ruiner hofft auch weiterhin auf viele kreative und außergewöhnliche Ideen von ihr, die dann landesweit umgesetzt werden; außerdem bot die Schwäbin Ruiner gleichzeitig an, falls es Probleme mit dem schwäbischen Dialekt geben würde: „Einfach anrufen, ich übersetzte gerne“. „Von hier bekommt mich niemand weg“ bekannte Ministerin Warminski-Leitheußer zu Mannheim, denn sie werde hier weiterhin wohnen bleiben. Schon bei ihrem ersten Besuch in Mannheim, sei sie vom Charme der Stadt begeistert gewesen. Und jetzt, wenn sie von Stuttgart mit dem ICE nach Mannheim in den Hauptbahnhof einfahre und das Stimmenwirrwarr höre und die ersten Mannheimer Stimmen,ja dann weiß ich, ich bin daheim“.

In Stuttgart werde sie ihre in Mannheim begonnene Arbeit fortsetzen und weiter einen besonderen Schwerpunkt auf die Themen ‚Bildungsgerechtigkeit‘ und ‚Bildungsketten‘, also dem reibungslosen Übergang zwischen den einzelnen Bildungsstationen im Leben eines Menschen, legen. „Es war für mich persönlich und beruflich ein absoluter Glücksgriff, nach Mannheim gekommen zu sein“, fasste sie ihre drei Jahre als Bildungsbürgermeisterin in der Quadratestadt zusammen.

Musikalisch umrahmt wurde die Verabschiedung von Bettina Ntimpirangeza (Gesang) und Benne Ruchay (Gesang und Gitarre); sie begeisterten mit „Use Somebody“, „Perfekte Welle“ und „Kinder an d ie Macht“.

obi