Im dreiviertel-Takt die Herzen erobert  
  Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester Kurpfalz  
 
 
 
  Unvergessliche Melodien mit dem Johann-Strauß-Orchester Kurpfalz und den Solisten Martina Nawrath und Uwe Eikötter.
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

„Glanzvolle Melodien auf höchstem Niveau“ und ein „Musikalisches Feuerwerk der Extraklasse“ hatte im Vorfeld die Veranstalter der 5. Neujahrsgala, vom BDS Feudenheim, Doris Kirsch und „Buch und Kunst“, Helmut Linde, versprochen. Große Vorschuss-Lorbeeren, aber sie trafen alle zu.

Es war ein Abend mit unglaublichen Melodien, ein Abend der zum Träumen im drei-viertel-Takt einlud. Aber auch ein Abend, an dem geschmunzelt werden durfte und der die komödiantische Seite des Moderators und Kontrabassisten, Frank Rinkleb voll zur Geltung bracht. Vor allem aber war es ein Abend der Freunde beliebter Operettenmelodien „die leider nicht mehr im National-Theater gespielt werden. Man erweckt unvergängliche Melodien wieder mit Leben und macht damit den Besuchern der 5. Neujahrsgala eine große Freude, denn es ist ein unglaublicher Genuss dem Johann-Strauß-Orchester Kurpfalz zuzuhören.

Nichts klingt verstaubt, alles kommt unglaublich jugendlich rüber und das liegt nicht nur an den Musikerinnen und Musikern, das liegt auch an Wolfram Koloseus der mit seiner unvergleichlichen Art die Musik zum Leben erweckt. Ein Genuss ist es auch Martina Nawrath zu zuhören, besonders wenn sie in verschiedene Rollen schlüpft mal kokett und mal züchtig als „Christel von der Post „ oder „die Unschuld vom Lande“ spielt. Eigentlich sollte die charmante Sopranistin gemeinsam mit ihrem Mann, dem Tenor Benedikt Nawrath auftreten, doch wegen einer Erkrankung musste er kurzfristig absagen. Für Ihn sprang sein Nationaltheater-Kollege Uwe Eikötter ein. Ganz Sanft kommt seine Liebeserklärung „O Mädchen , mein Mädchen“ und im Duett „ich setz den Fall“ aus „Der Bettelstudent“ wird dann kokett auf der Bühne mit Martina Nawrath“ geflirtet.

Es ist ein beschwingter Abend der uns mit in Süden nimmt ins Land „Wo die Citronen blühn“ und der dann auch bei „O mia bella Napoli“ träumen lässt. Im ersten Teil erinnert man mit dem „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow ein wenig an den unvergessenen Loriot und so manche Melodie wird Peter Alexander und Johannes Heesters gewidmet. Ein Abend, der leichten Muse, ein Abend an dem so mancher seine Liebe für den Walzer wieder entdeckte, ein Abend der schon jetzt auf ein Wiedersehen hoffen lässt, denn am 30. Dezember kommen sie wieder nach Feudenheim, das Johann-Strauß-Orchester-Kurpfalz.

obi