KV Die Gowe punkten bei der Prunksitzung mit ihren Garden  
  Viel Beifall für die Eigengewächse der Fasnachter  
 
 
 
  Die Kleinsten bekamen den größten Beifall
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Die Prunksitzungen bei den Wallstadter Fasnachtern sind in der Region bekannt und immer schon lange ausverkauft. Dem Ruf der Gowe folgten an diesem Abend MdL Dr. Stefan Fulst-Blei und Stadtrat Peter Pfanz-Sponagel, unter den närrischen Gästen waren auch die Senatoren Gudrun Droick und Dr. Wolfgang Sauer. Begrüßen konnte Sitzungspräsident Bernhard Kohl Bloomaulordensträger und Stadtdekan Karl Jung, Regionaldekan Klaus Rapp, Pfarrer Lukas Glocker, Diakon Willi Merkel und Gemeindediakonin Cornelia Später.

Schon bei der ersten Prunksitzung im katholischen Gemeindezentrum zeigte sich das fasnachtliche Publikum bei bester Stimmung. Das merkten auch die Akteure auf der Bühne. „So sieht erfolgreiche Jugendarbeit aus“: Sitzungspräsident Bernhard Kohl ist wie sein ganzer Elferrat mitsamt dem 1. Vorsitzenden Otmar Lenhardt stolz auf die große Gowegarde. Alle waren sie gleich zu Beginn der Prunksitzung auf die Gowebühne im katholischen Gemeindezentrum einmarschiert und mit viel Beifall empfangen worden. In ihren schmucken Uniformen sehen die Gardisten und Gardistinnen aber auch wirklich klasse aus, das einheitliche Bild kommt super gut an. Da kann man sich von Vereinsseite auch beim Bezirksbeirat bedanken, der haben von seinem Budget etwas zur Anschaffung der Uniformen dazugelegt.

Und so sind dann die Tänze auch eine besondere Augenweide. Angefangen von den Minis, auch wenn da ein unglaubliches Gewusel auf der Bühne ist und nicht jeder Schritt perfekt sitzt, es ist einfach herzig. Neu gegründet und mit ihrem Hexenschautanz ein richtiger Knaller die Jugendgarde. Perfekt und richtig flott sind dann die Gardetänze der Junioren und Offiziersgarde. Da merkt man natürlich auch die Routine der Mädchen. Zauberhaft wird es dann noch einmal beim Schautanz, da wirken Junioren und Offiziere gemeinsam mit.
Ein Knaller auch der Solotanz von Nadine Walter.

Aufwendig ist die Arbeit mit den Jugendlichen, und da kann und will sich Bernhard Kohl auch bei allen bedanken, die hier mit gewirkt haben, beim Nähteam, beim Trainerteam, bei „Gardemutti“ Maria Harth und natürlich bei allen Muttis und Vatis die dafür Sorge tragen, dass ihre Kids pünktlich zum Training kommen. So richtig fetzig waren auch die Gowe-Singers, mit Rolf Bleichert präsentiert man fasnachtliche Musik, eigene Texte und animiert das Publikum zum Mitsingen. Und das macht auch kräftig mit, und das nicht nur beim Lied „Vum Wallstadter Bub“. Stimmung machen auch die „Piraten“ - nein nicht die Partei, sondern das Gowe-Männerballet. Gemeinsam mit Trainerin Simone Breitenband lassen sie es auf der Bühne so richtig krachen.

Klar gibt es nicht nur Eigengewächse auf der Gowe-Bühne. Den Eisbrecher des Abends gibt einmal mehr Wolfgang Meister, als kritischer Pfälzer hat er so einiges an zu merken. Seit 50 Jahren ist er in der Bütt und kann darum auch mit Fug und Recht behaupten, dass es so manches früher einfach nicht gegeben hat. Nein er sei kein Schwabe, er sei ein Badener, zu gegeben er spricht halt ein bisschen anders als wir Nordbadener, aber der „Theo“ setzt sich über alle Sprachprobleme hinweg und bricht auch eine Lanze für den Gesangverein. Sein Motto: Hingehen und Mitsingen. Das freut an diesem Abend besonders Liederkranz-Chef Peter Kurzidem, der hier nur zustimmen kann. Und so gibt’s für Theo Pfeffinger aus Tiefenbronn bei Pforzheim viel Beifall.

Auch Musikprofessor Werner Beidinger kann einiges bieten seine kleinen musikalischen „Seitenhiebe“ bekommen nicht nur Kanzlerin Merkel ab, auch Freiherr von und zu Gutenberg muss sich beim Musikprofessor warm anziehen, ihm widmet er „Hello again“ und mit einem Rapp beweist er einmal mehr sein Können.
Eher etwas zum Nachdenken sind die Bütten von Rolli Müller, er ist in diesem Jahr als Fotograf oder Knipser auf allen wichtigen Veranstaltungen und bei allen großen Ereignissen dabei. Seine politischen Momentaufnahmen beweisen, dass man auch mit 83 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen gehörte. Den Hit des Abends aber landete Günter Dudenhöfer, der Mann mit der Gitarre - keine Frage, wenn er einmal anfängt, dann bleibt kein Auge trocken, und besonders wenn er sich mit dem Thema Sterneküche, also große Teller und fast nichts drauf, beschäftigt. Die musikalischen Höhepunkte setzten gleich zu Anfang die „Brassband“ unter der Leitung von Volker Himmelhan. Fehlen darf auch nicht der Mann mit der Quetsch, Horst Karcher. Er lässt sein Publikum nicht nur aufstehen, er lässt es mitsingen und mittanzen. Für die musikalische Untermalung zwischendurch ist das HR3 Top-Set zuständig.

Am Ende des Abends bedankte sich Sitzungspräsident Bernhard Kohl bei allen die diese Veranstaltung möglich gemacht hatten und freute sich, dass er ein solches fasnachtliches Programm präsentieren konnte, und mit „So ein Tag“ marschierten dann die Wallstadter Fasnachter aus dem Saal.

obi