Anker hoch und Leinen los  
  die MS Lallehaag auf den Wogen des Frohsinns  
 
 
 
  Ein Hingucker, oder besser gesagt die wahren Stars des Abends: Die Wichtel-Garde mit ihrem Schautanz
„Urlaub im All“
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Zu einer fasnachtlichen Kreuzfahrt auf dem Luxusliner MS Lallehaag konnte Kapitän Werner Barth gemeinsam mit seinem 1. Offizier Daniela Gruber nicht nur jede Menge Prominenz aus Politik, Kultur und Banken begrüßen, an Bord gingen an diesem Abend natürlich auch viele besondere Gäste: da war der BdS Feudenheim gekommen, Hungerleiderordensträger 2011, eine große Abordnung angeführt von Dors Kirsch, gekommen waren auch die Ordensträger Helmuth Hähn (1998) Horst Geier (1986), KKM Chef Georg Wolf (2005 , Simone Weidner VR-Bank (2006) und der Erste Feudenheimer Spielmannszug (2004). Und während der Ehrenpräsident Hans-Georg Schubert, Senatspräsident Klaus-Peter Becker, Bezirks-Bürgerdienstleiter Frank Kassner und alle anwesenden Ehrenmitglieder und Senatoren noch eincheckten, gab Kapitän Barth schon das Kommando „Anker lichten und Leinen Los“. Und schon konnte man in Richtung Humor- und Frohsinn auf den Wogen der Fasnacht los segeln.

Musikalisch eingestimmt vom 1. Feudenheimer Spielmannszug unter der Leitung von Marc Bassauer ging es gleich temperamentvoll mexikanisch los. Klasse Melodien, da musste man gleich mitschunkeln und auch mitsingen. Dann gab es einen unvorhergesehenen Zwischenstopp, denn royaler Besuch hatte sich angesagt. Mit seiner eigenen Mannschaft war das Stadtprinzessenpaar längseits gekommen und setzte zu einem Kurzbesuch über. Mit Vielen kräftigen Ahois und der Verkündung des Motos bezauberte zuerst Eva-Maria I., dann Marco I. und auch Kinderprinzessin Michele I. von den Ladeberger Ratze durfte ihr Motto verkünden.

Den „Eisbrecher“ oder besser gesagt das „Show-Programm“ an Bord eröffnet Janina Stella Jackstadt mit einem gekonnten Solotanz. Auch ein Protokoller macht mal Urlaub, Senatspräsident Klaus-Peter Becker kam im sommerlichen Outfit. In Sachen Politik konnte er wieder so einiges erzählen, ob es nun die Eurokrise made in Griechenland oder Geschichten um Bundespräsident Wulff sind (Der Umgang mit Wahrheit und Presse ist von grundgesetzlichem Interesse), er trifft immer den Nagel auf den Kopf. Auch das Geschehen in Mannheim (Stagnierender S-Bahnausbau und 5. Bürgermeister) und die Vermutung, dass es bald „Mannem hinne“ heißen wird, oder die Feudenheimer Gaslaternen und als positiven Ausblick die Ankündigung des 60. Feudenheimer Fasnachtszugs, „denn Feidene braucht sich beim Umzug nicht zu verstecken“.

Bei den Jüngsten der Mannschaft, der „Wichtel-Garde“, gab es ein großes Rumgewusel auf der Bühne, passend zum Motto „Urlaub im All“. Selbstverständlich hatte man noch weitere Passagiere mitgenommen, die sich an diesem Abend beim bunten Show-Programm präsentierten. Da war der pfälzische Sprachwissenschaftler Rolf Ehrhardt, der mit viel Lachern so manches Sprachphänomen erklärte. Denn ein Pfälzer schreibt halt Pferd und sagt Gaul. Mit an Bord war auch Bord-Psychologe Pit Karg (Dr. Fred von der Flachzang) der große Probleme mit seinem Patienten, dem Herrn Filsbacher (Horst Siegholt) hatte. Und wer den Filsbacher kennt, der weiß, dass er seinen Arzt schon in den Wahnsinn treiben kann. Auch ein älteres, frivoles Schulmädchen, Martina Hölzle-Endres, hatte es auf das Kreuzfahrschiff verschlagen.

Für Rechtsfragen, falls man mit dem Schiff baden gehen sollte, hatte Klaus Freier als Rechtsanwalt eingecheckt. Er kennt so manchen Trick, an das Geld der Mandanten zu kommen, ohne viel zu machen. Personalprobleme gab es wenig auf der Schiffsreise, denn für Sauberkeit waren Günter Krieger und Andreas Burger vom Prinzregententheater angeheuert wurden. Als die langsamsten Straßenkehrer hatten sie schon die größten Probleme mit einem einzelnen Konfetti das weggefegt werden musste. Dazwischen gab es Marschtänze der Jugend, die ihren Auftritt richtig souverän meisterte. Klasse auch das Showteam, das wieder einmal gekonnt Wolfgang Petri, DJ Ötzi, Caro Emerald und auch Lady Gaga überzeugend doubelten. Ohne fesche Männer geht’s auch auf einen Kreuzfahrtschiff nicht, und so war der Auftritt der „Suleiman“ eine richtige Augenweide, denn die Männer waren auf Urlaub.

Ebenso auf Urlaub war auch die Offiziersgarde, die sich mit heißen Beats und uriger Volksmusik so ihre eigenen Gedanken zum Urlaub in den Bergen machten. Höhepunkt und gleichzeitig Schlusspunkt war die sensationelle Travestie Show mit dem langbeinigen Mannheimer „Miststück“ Celine Bouvier. Ohne Zugaben kam er/sie nicht von der Bühne. Als man dann wieder im heimischen Hafen angekommen war, bedankte sich Kapitän Werner Barth bei seinem sensationellen Team, bei der Garde, die auch im 50. Jubiläumsjahr tolle Tänze vorgestellt hatte, bei allen Gästen die mitgefeierte hatten und bei allen Helfern vor, hinter und auf der Bühne und beim Bord Musiker Andreas Maier.

Ein besonderer Dank ging an Dekoministerin Susanne Mail, gemeinsam mit ihrem Team hatte ein für ein sensationelles maritimes Flair in Form eines Kreuzfahrschiffes gesorgt. Ein wunderbarer Abend, mit einem absolut überzeugenden Programm ging mit tosendem Beifall zu Ende.

obi