Zwischen Trümmerschutt und Wirtschaftswunder  
  Mannheimer Zeitzeugen erinnern sich  
 
 
 
   
  Der Rest des alten Kaufhauses mit dem markanten Turm
(Bild Stadtarchiv Mannheim
 
 
         
 
 

Nun liegt der zweite Band der „wahren Mannheimer Geschichten aus Kriegs- und Nachkriegszeit“ vor uns.
Auf 495 Seiten trug der Autor Karlheinz Mehler Berichte von 54 Mannheimerinnen und Mannheimern aus den Jahren um und nach 1945 zusammen.
Mit Unterstützung des Stadtarchivs dokumentieren neben beeindruckenden und lesenswerten Texten zahlreiche Bilder die Zerstörung der Stadt und den zaghaften Wiederaufbau nach Kriegsende. Ganz ohne Pathos erzählen die Überlebenden von Hunger, Armut,Wohnungsnot und Neuanfang in Mannheim, einer Stadt, in der buchstäblich „kein Stein auf dem anderen“ blieb. Ihre Berichte sind beispielhafte Zeugnisse des Zusammenhalts der Familien und Mitbürger, vom Teilen und Geben, von Freundschaft, Liebe und einer Heiterkeit, die sich aus anderen Quellen als dem Besitzstreben speist.
Mit Bewunderung liest man, wie Erfindungsgabe und Organisationstalent mit bescheidensten Mitteln das im Krieg zerstörte „Gemeinwesen Mannheim“ wieder pulsieren ließen.
Allen, die an diesem Buch mit arbeiteten, ist Dank zu sagen für dieses Buch, das lebensvoll und spannend ist.

Lydia Grabenkamp

ISBN 978-3-939540-94-6 €29.80 Wellhöfer-Verlag
Lektorat: Nicole Fieber, Johannes Paesler, Ulrich Wellhöfer