Wallstadter Neujahrsempfang mit fasnachtlicher Note  
   
 
 
 
  Kurz und schmerzlos war die Machtübernahme beim Neujahrsempfang durch den KV. Die Gowe v.l. Hans Ruiner, Bernd Rothacker, Otmar Lenhardt, Frank Kassner und Angelika Müller
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Ins katholische Gemeindezentrum hatte die Interessengemeinschaft Wallstadt gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgerdienst, jetzt Bürgerservice, und dem Wallstadter Bezirksbeirat zum Neujahrsempfang eingeladen. Ein volles Programm mit Ansprachen, Musik, Film und Gedichten stand an. „Glück, Gesundheit und Zufriedenheit“ wünschte gleich zu Beginn des Nachmittags die Chorgemeinschaft Liederkranz-Germania.
Diesen Wünschen schloss sich Bernd Rothacker, Vorsitzender der IWV, gerne an und begrüßte nicht nur Bürgerinnen und Bürger. Unter den vielen Gästen waren auch die Bundestagsabgeordneten Dr. Birgit Reinemund, Prof. Dr. Egon Jüttner und Stefan Rebmann, gekommen war auch Dr. Stefan Fulst-Blei (MdL)und die Stadträte Ralf Eisenhauer, Raymond Fojkar, Bernd Kupfer, Gabriele Thirion-Brenneisen, Roland Weiß und Peter Pfanz-Sponagel, Unter dem Schutz der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr begaben sich nicht nur die Vertreter der Wallstadter Vereine, die Wallstadter Backsteinträger, auch Pfarrer Lukas Glockner und Diakon Bernhard Kohl waren gekommen. Doch sie waren nicht alleine gekommen, sie kamen in Begleitung der Sternsinger.
Ein letztes Mal sangen sie gemeinsam ihre Lieder und baten um Segen. „Wir wollen heute Danke sagen“ Diakon Bernhard Kohl bedankte sich bei allen, die jedes Jahr die Sternsingeraktion unterstützen und spenden. Im Namen des Wallstadter Bezirksbeirates sprach dann Dr. Claudia Schöning-Kalender, sie ging auf die Herausforderungen ein, die auf den BBR warten. (Denn seit 1. Januar 2013 habe ein neues Modellprojekt begonnen, dass die Stadtteilarbeit reformiere. Ab sofort beginne jede Gemeinderatsvorlage, die den Stadtteil betreffe, ihren Lauf in dem zuständigen Bezirksbeirat und dieser gebe dann eine Stellungnahme ab.)

Für den Humor war Joachim Holland zuständig. Mit Gedichten von Heinz Erhardt und Joachim Ringelnatz lockerte er die Lachmuskeln. Einen filmischen Rückblick hatte Horst Lüddicke mitgebracht, bei vielen Veranstaltungen war er mit seiner Kamera dabei und hat alles gefilmt. Keinen Film dafür aber Grußwort hatte Stadtrat Peter Pfanz-Sponagel mitgebracht. Ein gutes Jahr sei es für Mannheim gewesen. Vieles wurde investiert, auch was Wallstadt betreffe, so würde dann 2013 mit dem Bau des Jugendtreffs begonnen werden. Auf Wallstadt bezogen sollte man etwas demütig sein. Bei diesem „demütig“ waren bestimmt viele im Saal anderer Meinung, vielleicht war es eine unglückliche Wortwahl. Das Wallstadt ein lebendiger Stadtteil sei, wäre bekannt. Auch auf die Jubiläen im Jahr 2013 ging Stadtrat Pfanz-Sponagel ein, denn das man in diesem Jahr 55 Jahre Fasnacht mit dem KV Die Gowe feiern würde, auch der MSC ein 90. Jubiläum begehe wollte er erwähnen.

Nach einem Gedicht und Musik ging es dann weiter mit Frank Kassner, der nicht mehr als Leiter des Bürgerdienstes sprach, sondern als Leiter des Bürgerservice Wallstadt. Neu sei auch dass der Fachbereich Bürgerdienste in das neue Dezernat V, also zur neuen Bürgermeisterin Felicitas Kubala, wechsle. Die Zielsetzung der Verwaltung sei, die Attraktivität der Traustandort in Mannheim zu steigern. „Auch wenn die Seufzerbrücke vor dem Rathaus, über die ich die Brautpaare ins Rathaus geleitet habe, nicht mehr existiert, ist das Rathaus Wallstadt mit seinem Trausaal sicherlich ein attraktiver Traustandort“. Die Begeisterung von Frank Kassner merkt man, 30 Brautpaare hat er hier getraut, in einem wie er sagt attraktiven Traustandort, der durch „Kultur im Rathaus“ sein Gesicht ständig ändert. Und dann hatten die Fasnachter endlich das Wort.

Mit dem Einzug der Gowe-Streitmacht wurden die Machtverhältnisse schnell ins richtige Licht gerückt und Gowe-Chef Otmar Lenhardt wird wohl auch im „Bürger-Service“-Rathaus keine Verwirrung stiften. Nach dem Schlüsseltausch waren dann die Kleinsten dran und sorgten mit ihrem bärigen Tanz für gute Stimmung. Zum Abschluss gab es dann noch ein paar Worte von Hans Ruiner, dem 2. IWV Vorsitzenden, er warb für das Turnfest in Mannheim. Auch wenn die Reden beim Neujahrsempfang 2013 etwas lang waren, ist doch schnell klar, dass in Wallstadt viel los ist und die Vereine sich immer etwas einfallen lassen. Und wenn man im nächsten Jahr die Zeit dann etwas besser im Blick hat, dann bleibt auch noch Zeit für einen Plausch nach dem offiziellen Teil.

Obi