Vom Mittelalter bis in die Gegenwart -  
  Trausaal-Matinee mit Überraschungen  
 
 
 
   
  Mit ein kurzweiliges-Programm erfreuten bei der sonntäglichen Matinee die Spielleute von Gisamani, Indoor-Straßenkünstler Matthias Witt und Mundart-Spezialist Michael Falter.
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Sie sind einfach etwas Besonderes die Matineen im Trausaal des Wallstadter Rathauses. Begrüßt von Patricia Munterde und Manuela Müller ging es auf eine Reise durch verschiedene Jahrhunderte.
Für die Musikfreunde hatte man „Gisamani“ eingeladen. Auf ihren Musikinstrumenten spielten sie Melodien aus dem Mittelalter der Renaissance und dem Frühbarock. Gisamani das sind Andrea Sohn-Fritsch, Alexandra Magin, Alfred Baumgartner, Debora Kunze und Annemarie L.
Mit Dudelsäcken und Flöten, Drehleier, Harfe und Gitarrenlaute ging es auf eine musikalische Reise in die Vergangenheit. Dabei ging es zwar in erster Linie um die Musik, aber auch die Instrumente standen im Blickpunkt und jeder „Musikus“ stellte sein Instrument vor.

Bei Matthias Witt geht es um 'Indoor-Straßenkunst', also Kunst aus der Spraydose. Er möchte nicht belehren oder bekehren, eher feinsinnig auf etwas aufmerksam machen, z.B. bei seinem gelben Bild mit Tube und der Aufschrift 'heile Welt' und man findet auch Ähnlichkeiten bei der Uhu-Tube oder dem Glööckler-Bild mit Untertitel „schöön?“. Autodidakt Matthias Witt hat sich zu jedem Bild etwas gedacht, will aber, dass Betrachter sich selbst einen Reim darauf machen.

Mundart stand dann beim Programm von Michel Falter im Mittelpunkt. dass es eine Art 'Heimatquiz' geben würde, das es in sich hatte, damit hatte niemand gerechnet. Wieder einmal hat er den Kurpfälzern aufs Maul geschaut, ihre verbalen Eigenheiten auf die Schippe genommen. Da gibt es die Eigenart mit der der Kurpfälzer Menschen bezeichnet, deren Namen man nicht weiß. 'Die mit der Brill'' ist da noch harmlos. 'Der mit'm abbene Arm' hingegen schon heftiger. Auch ein Ausflug in die fast „Sterne“ Gastronomie gehört mit dazu, oder letztendlich die Geschichte wie man dann doch bei Schnitzel mit Pommes hängen bleibt.

Nicht fehlen dürfen auch Gedichte von Hanns Glückstein oder Hermann Waldeck und natürlich auch Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel. Sein „Kurpfalz-Blues“ birgt eigentlich die ganze Vielfalt des kurpfälzer Dialekts.

Beim Quiz, mit mehr oder weniger freiwilligen Kandidaten, ging es darum, Fragen von lokalpolitischer Brisanz zu beantworten. An welcher Krankheit Friedrich Schiller in Mannheim erkrankte, wollte Michael Falter wissen. Dass es die Malaria war, konnte man doch nur raten. Da war die Frage nach den Hügeln, auf denen Feudenheim erbaut wurde, nicht wirklich einfacher. Die Frage welcher Mannheimer 'OB' die längste Amtszeit hatte: war dann doch eher zu beantworten, es war Gerhard Widder. Kurzweilig, humorvoll und eigentlich viel zu schnell vorbei, war die Rathausmatinee mit Gisamani, Mathias Witt und Michael Falter, Spaß hat es allemal gemacht, gelacht und gelernt haben die Besucher dann auch noch einiges und wiederkommen werden die meisten wenn am 17.März 2013 um 11 Uhr das Rathaus wieder seine Pforten öffnet.

Künstler aus Deutschland, Frankreich und Spanien sind mit dabei wenn es um ihren Beitrag zu „50 Jahre Élysée-Vertrag“ geht.

Obi