Eine Ära geht zu Ende –  
  Verabschiedung vom Schulleiter der Wallstadt-Schule  
 
 
 
  Ein großes Herz schenkten die Schülerinnen und Schüler Hans-Peter Orth
Foto Jakobi
 
 
         
 
 

Eine Ära geht zu Ende, so empfanden es viele Weggefährten von Hans-Peter Orth bei der Abschiedsfeier in der Turnhalle der Wallstadtschule. Er gilt als Gründer des Mannheimer Modells zur LRS Förderung, das in Baden-Württemberg als das „Mannheimer Modell“ anerkannt ist.
Seit 1989 war der Vollblutpädagoge an der Wallstadtschule tätig. Davon stand er 22 Jahre als Rektor der Schule vor und prägte sie. Nicht nur seine Kollegen, ehemalige Kollegen, seine Schüler, auch Vertreter des Elternbeirats, des Staatlichen Schulamtes, des Fördervereins und Vertreter des Bezirksbeirates waren gekommen, um gemeinsam mit ihm zu feiern. Viele Gäste hatten sich zu seinem Abschied etwas ganz besonderes ausgedacht.
Die Musikklasse spielte ein Lied von der „Liebe“, sie sei überall, und darum gab es für Hans-Peter Orth auch ein überdimensionales rotes Herz. Viel Musik sollte es noch geben, angefangen vom Schulorchester, dem Schulchor und den Kollegen wollten alle an der musikalischen Gestaltung mitwirken. Und so kam dann das Lied „Freunde wie wir“ (Musik nach „YMCA ) so richtig gut an, denn man wünschte Herrn Orth „Dank und viel Glück“ und bescheinigte ihm, dass er immer da war und auch wirklich Ahnung hatte von dem, was er sagte und machte. Mehr Lob von seinen Schülern kann es für einen Pädagogen, einen Vollblutlehrer ja eigentlich nicht geben.

Konrektor Rainer Hamann hatte den Kollegen und „Chef“ viele Jahre begleitet und ihm oblag es nun die Gäste und Redner zu begrüßen und vorzustellen. So waren vom Staatlichen Schulamt Schulrätin Petra Schmidt-Ullmann und Schulamtsdirektor Hartwig Weik gekommen. „Alle Mannheimer Lehrer, die im LRS-Bereich unterrichten, wurden von Dir ausgebildet.“ Und auch Hartwig Weik gehörte vor vielen Jahren zum Kollegium der Wallstadt-Schule und durfte dort den Anfangsweg Orth`s mit beschreiten. Dass die ganzheitliche Förderung der Schüler eine Herzensangelegenheit von Hans-Peter Orth war, das konnte auch der ehemalige Schulamtsdirektor Wolfgang Bentzinger bestätigen.
Benachteiligte Kinder zu unterstützen, das sei sein Ziel gewesen und er könne auf diesen Gebiet beachtliche Erfolge vorweisen. Die ehemalige Konrektorin der Wallstadtschule hatte nicht nur als Weggefährtin dabei sein wollen, auch ein besonderes Geschenk hatte sie mitgebracht. Im Namen der Klaus-Tschirra-Stiftung durfte sie eine Spende in Höhe von 300 Euro übergeben.

Wie gut die Zusammenarbeit mit der Politik und den Vereinen war, das konnte man den Worten von Rüdiger Löb entnehmen. Er bedankte sich für das Wirken von Orth im Namen des Wallstadter Bezirksbeirats. „Wir wollen Ihnen danken für das, was sie in Wallstadt für Wallstadt getan haben.
Etwas Besonderes hatten sich die Elternbeiratsvorsitzende Susanne Burkhardt und ihr Stellvertreter Bert Siegelmann ausgedacht. Für den neuen Kommandostand zu Hause gab es einen Maschinentelegrafen. Ein großes Bild, ein Portrait von Hans-Peter Ort, „Gemacht aus vielen kleinen Erinnerungsfotos“ hatte Fördervereinsvorsitzende Colette Mrongowius mitgebracht. Viele Geschichten gab es zu erzählen, es wurde viel gelacht. Erinnert wurde an die die Amtsübernahme von Orth, als er damals die Rektorenstelle von Alfons Kwak übernahm.
Der 100 Geburtstag der Wallstadtschule, den man nicht so feierte wie eigentlich geplant, weil im gleichen Jahr die Hauptschule geschlossen wurde. Die Anfänge der Leseschule und die musikalische Orientierung der Schule, die erste Inszenierung von „Peterchens Mondfahrt“ mit dem ersten großen Auftritt. Ja, 28 Jahre sind eine lange Zeit, und man kann viele Erinnerungen teilen. So emotional die Feier war, so emotional waren dann auch die Dankesworte von Hans-Peter Orth, der hier den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn verbracht, und aus der Wallstadt-Grund-Schule ein Kompetenzzentrum für Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) gemacht hat. Sein Abschiedsgeschenk an Rainer Haman war dann ein kleines Film- und Foto- Buch mit seinen Erinnerung an eine schöne Zeit.

obi